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Ihre Meinung, ihre Kritik, ihre Fragen sind mir immer Willkommen: mailto:webmaster @kalle-der-rote.de

Solidarität ist unsere Zärtlichkeit

Liebe Freunde,

der Kampf für Frieden, Freiheit und soziale Befreiung (ohne sie gibt es keine soziale Gerechtigkeit), ist ein Kampf der international geführt werden muss und letztendlich nur so die Menschheit von seinen schlimmsten gesellschaftlichen Geiseln befreien kann.

In den letzten Jahrzehnten gab es sehr viele Fortschritte und auch Rückschläge, im Bezug auf die Entwicklung eine Welt mit menschlichem Antlitz zu schaffen. Die Konterbanden des Kapitals schlugen oftmals blutig zurück, beim immerwährenden Kampf der Menschheit um ihre Befreiung. Angefangen bei der Pariser Kommune 1871, die blutig unter deutschen Waffen niederkartätscht wurde, über den Kriegszügen gegen das revolutionäre Russland in den 20`ziger Jahren des letzten Jahrhundert, zur gleichen Zeit die Konterrevolutionen im Deutschen Reich und anderswo. Aber die Menschen haben es geschafft, die Jahrhunderte lang andauernde Kolonialherrschaft weltweit zu beseitigen, beispielhaft sei hier nur an den heldenhaften Kampf des Vietnamesischen Volkes erinnert und seinen 30 jährigen Kampf gegen den Französischen- und US-Imperialismus.

Aber schlimmer als der territoriale Kolonialismus, ist die ökonomische Verknechtung durch den Imperialismus, diese globalisierte Weise der Ausbeutung durch das Kapital.

Für mich ist es besonders Wichtig, das die zarten Gewächse, wo das Kapital in seine Schranken verwiesen wurde, auch eine besondere Art der Solidarität verdienen. Denn der Zorn des Kapitals gegenüber diesen Ländern ist besonders groß und kann wie so oft in der Geschichte, wieder ein blutiges Finale finden, der Krieg gegen die 2. Spanische Republik, der Vietnamkrieg, Chile, sowie die nun bald 50zig jährige Blockade des US-Imperialismus gegen das kleine mutige kubanische Volk und viele andere Schlachtfelder mahnen. In diesem Sinne “Vorwärts und nie vergessen ...

 

09.10.2017 – jw - Che vive!

50. Jahrestag der Ermordung Ernesto Che Guevaras: Gedenkveranstaltungen in Bolivien und Kuba

Von André Scheer - Am Montag jährt sich die Ermordung des argentinisch-kubanischen Revolutionärs Ernesto Che Guevara zum 50. Mal. Aus diesem Anlass finden weltweit unzählige Veranstaltungen zur Erinnerung an den Guerillero statt, der am 9. Oktober 1967 im bolivianischen Vallegrande auf Befehl des US-Geheimdienstes CIA erschossen wurde.

Am Ort des Verbrechens haben sich bereits am Wochenende Zehntausende Menschen aus zahlreichen Ländern Lateinamerikas versammelt. Besonders aus Argentinien und Kuba sind nach Informationen der bolivianischen Nachrichtenagentur ABI zahlreiche Wissenschaftler, Schriftsteller, Künstler und Journalisten nach Vallegrande gekommen, das rund 1.200 Kilometer von La Paz und etwa 400 Kilometer von Santa Cruz entfernt liegt. Zu den Ehrengästen gehörten neben dem bolivianischen Staatschef Evo Morales der kubanische Vizepräsident Miguel Díaz-Canel sowie sein venezolanischer Amtskollege Tareck El Aissami. Mehr dazu (44 KB)

Drei Videos zu CHE:

Ein kurzes Video mit Nathalie Cardone, zur Ermordung von CHE

Hasta Siempre Comandante Che Guevara

Die Überführung von

Che´s Leichnam nach Kuba

Che`s Beisetzung in

Santa Clara

 

23.08.2017 – jw - Gefallen fürs Proletariat

Gefallen fuers Proletariat-kRadikale Arbeiter, rote Furcht und die Kommunisten in den USA. Vor 90 Jahren wurden Sacco und Vanzetti hingerichtet

Von Gerhard Hanloser - Im Jahre 1927 urteilte der deutsche Anarchist Erich Mühsam: »Sieben Jahre hindurch folterten die amerikanischen Justizknechte die beiden als Raubmörder verleumdeten Anarchisten im Gefängnis, über sechs Jahre lang hing über ihren Köpfen das Damoklesschwert des rechtskräftigen Todesurteils, bis es vollstreckt wurde. Aber selbst in dem Lande, das bis jetzt von den Erschütterungen der Gesellschaftsfundamente durch die in Bewegung geratene Weltrevolution unmittelbar nur sehr wenig berührt ist, wich die traditionelle Brutalität, Gewissenlosigkeit und protzenhafte Überhebung der demokratischen Milliardärfunktionäre jahrelang immer wieder vor dem Protest der gesamten arbeitenden Menschheit zurück.« Und er hielt fest: »Sacco und Vanzetti sind für das Proletariat gefallen.«

In der Nacht vom 22. zum 23. August 1927 wird die Hinrichtung der beiden aus Italien eingewanderten Anarchisten Ferdinando »Nicola« Sacco und Bartolomeo Vanzetti vollstreckt. Sie bildet den tödlichen Schlussakkord in einem beispiellosen Justizskandal der USA. »Lang lebe die Anarchie«, rief der 36 Jahre alte Sacco vom elektrischen Stuhl aus. Der 39jährige Vanzetti erklärte gegenüber seinem Aufseher: »Ich möchte Ihnen sagen, dass ich unschuldig bin. Ich habe nie ein Verbrechen begangen, einige Sünden schon, aber kein Verbrechen.« Mehr dazu (161 KB)

 

08.02.2017 – jw - Entscheidung vor Madrid

Entscheidung vor Madrid-kSpanischer Krieg. Vom 6. bis zum 27. Februar 1937 fand die Jarama-Schlacht statt. Die Franquisten wollten die Verbindung zwischen dem Sitz der republikanischen Regierung in Valencia und der Hauptstadt unterbrechen – und unterlagen

Von Werner Abel - Eine völlig unbekannte Brücke erlangte plötzlich Weltruhm. Sie war weder eine außergewöhnliche Ingenieurleistung noch besonders schön oder groß. Die Brücke von Arganda del Rey war eine einfache auf Betonpfeilern ruhende Stahlkonstruktion aus dem Jahre 1910. Militärisch gesehen hatte dieser Übergang über den Fluss Jarama südöstlich von Madrid aber eine strategische Bedeutung für den Kampf der Spanischen Republik gegen die putschenden, vom deutschen und italienischen Faschismus unterstützten Generäle.

Die Gefechte um diese Brücke fanden auch Eingang in den Film »The Spanish Earth«, ein gemeinsames Werk der US-amerikanischen Schriftsteller Ernest Hemingway und John Dos Passos sowie des niederländischen Dokumentarfilmers Joris Ivens. Gesprochen wurde die englische Fassung von Orson Welles. Bei seiner Uraufführung am 11.7.1937 in den USA begeistert aufgenommen, wurde der Film am 18. Juli 1937 in einem kleinen Kreis auch US-Präsident Franklin D. Roosevelt und seiner Frau Eleanor gezeigt. Sie, die ohnehin große Sympathie für die Spanische Republik hegte, war beeindruckt. Aber auch Roosevelt äußerte nach der Aufführung, er hätte gerne mehr für die Republik getan, sei aber durch die Verträge des internationalen Nichtinterventionsausschusses daran gehindert, materiell zu helfen. Mehr dazu (70 KB)

 

26.11.2016 - DKP trauert um Fidel Castro

Pressemitteilung des DKP-Parteivorstands, 26. November 2016

Die Revolution der Gleichheit und der Solidarität lebt

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP), ihre Freundinnen und Freunde und ihre Mitglieder trauern zusammen mit Millionen Menschen auf der Welt um Fidel Castro, den Revolutionsführer Kubas. „Die kubanische Revolution hat dank Fidel und der Kommunistischen Partei Kubas eine gesellschaftliche Gleichheit hergestellt, wie sie nur im Sozialismus möglich ist“, sagte Patrik Köbele, der Vorsitzende der DKP, am Samstag. „Das ist der Platz dieser Revolution und Fidel Castros in der Geschichte des 20. Jahrhunderts.“

Die DKP steht auch in diesem Moment an der Seite des kubanischen Volkes, das sie seit ihrer Gründung politisch und in den schwersten Jahren auch materiell unterstützt hat. Unser besonderer Gruß gilt in diesen Tagen der Staatstrauer den Familienangehörigen Fidels, seinem Bruder Raúl Castro und dem ganzen kubanischen Volk. Mehr dazu (68 KB)

 

26.11.2016 – jw - Hasta Siempre, Comandante!

Hasta Siempre Comandante Fidel-kKubas früherer Präsident Fidel Castro im Alter von 90 Jahren in Havanna verstorben

Der Comandante en Jefe der Kubanischen Revolution, Fidel Castro, ist am Freitag (Ortszeit) im Alter von 90 Jahren in Havanna verstorben. Über die traurige Nachricht informierte Kubas Präsident Raúl Castro in einer über alle Fernsehsender des Landes ausgestrahlten Ansprache.

Wörtlich sagte Raúl Castro:

»Liebes Volk von Kuba,

mit tiefem Schmerz spreche ich zu Ihnen, um unser Volk und die Völker der Welt darüber zu informieren, dass heute, am 25. November um 22.29 Uhr, der Comandante en Jefe der Kubanischen Revolution, Fidel Castro, verstorben ist. In Erfüllung des ausdrücklichen Willens des Genossen Fidel werden seine Reste eingeäschert. In den Morgenstunden des morgigen Samstag, 26. November, wird die für die Bestattung gebildete Organisationskommission unserem Volk detaillierte Informationen über die Organisation der posthumen Ehrung des Gründers der Kubanischen Revolution übermitteln. ¡Hasta la victoria siempre!« Mehr dazu (52 KB)

 

01.10.2016 – jw - No pasarán!

No pasaran-1-kVor 80 Jahren wurde die Gründung der Internationalen Brigaden beschlossen. 35.000 Freiwillige kämpften auf seiten der Spanischen Republik gegen die von Deutschland und Italien unterstützten Franquisten

Von Werner Abel - Mit dem Putsch von Teilen der Armee unter der Führung Francisco Francos am 17./18. Juli 1936 begann der Krieg gegen die seit 1931 existierende Zweite Spanische Republik. Die Auseinandersetzung, in die Nazideutschland und das faschistische Italien massiv auf seiten der Franquisten eingriffen, während zugleich Tausende internationale Freiwillige in den Reihen der republikanischen Armee kämpften, endete im April 1939 mit dem Sieg Francos. Dessen Diktatur konnte sich anschließend, wiederum mit internationaler Unterstützung, bis 1977 halten. Der Artikel von Werner Abel bildet den Auftakt einer Serie, mit der die junge Welt in der kommenden Zeit in loser Folge an die Ereignisse in Spanien erinnert. (jW)

Es war kein leichter Gang, den der Beauftragte der Kommunistischen Internationale (Komintern) Luigi Longo in Begleitung zweier kommunistischer Funktionäre, dem Franzosen Pierre Rebière und dem Polen Stefan Wisniewski, an jenem 22. Oktober 1936 antrat. Auf Anraten des Generalsekretärs der KP Spaniens (PCE), José Diaz, sollte er von der Regierung der Spanischen Republik die Erlaubnis einholen, internationale Freiwilligenformationen aufstellen zu dürfen, um den Kampf gegen den Putsch der reaktionären Generäle vom 17./18. Juli 1936 gegen die von einem Linksbündnis regierte Republik zu unterstützen. Zu diesem Zeitpunkt kämpften bereits einige tausend ausländischer Freiwilliger in den antifaschistischen Milizen, die von den linken und republikanischen Parteien und Gewerkschaften im Anschluss an den Zerfall der spanischen Armee gebildet worden waren. Zu ihnen gehörten in den ersten Wochen nach dem Putsch auch ca. 300 Deutsche. Sie kämpften vor allem in den von der sozialistischen Gewerkschaft Unión General de Trabajadores und der neu gegründeten Vereinigten Sozialistischen Partei Kataloniens (PSUC) aufgestellten Kolonnen »Carlos Marx« und »19 de Julio«, aber auch in den anarchistischen Milizen der Kolonnen »Durruti« und »Ascaso«. Die militärpolitisch geschulten Funktionäre der Komintern waren aber ebenso wie erfahrene Militärs der Auffassung, dass die Milizen zwar in der Abwehr des Putsches vor allem in den Städten eine entscheidende Rolle gespielt hatten, einer regulären und kampferprobten Armee wie der, über die die Putschisten verfügten, auf Dauer jedoch nicht gewachsen sein würden. Mehr dazu (75 KB)

 

01.10.2016 – jw - ¡No Pasarán!

No Pasaran-kMit einer Kundgebung wurde in Berlin an den 80. Jahrestag der Gründung der Internationalen Brigaden in Spanien erinnert

Von Carmela Negrete - Trotz anhaltenden Regens kamen am Sonnabend gut 100 Menschen in den Volkspark Friedrichshain in Berlin, um am Denkmal für die deutschen Interbrigadisten an den 80. Jahrestag der Gründung der Internationalen Brigaden zu erinnern. 1936 waren Menschen aus vielen Ländern Europas und von anderen Kontinenten nach Spanien gekommen, um die bedrohte Republik gegen die von Hitler und Mussolini unterstützten Franco-Faschisten zu unterstützen. Ihr Gruß »¡No Pasarán!« – Sie werden nicht durchkommen – ist bis heute lebendig.

Zu der Kundgebung aufgerufen hatte die Vereinigung Kämpfer und Freunde der Spanischen Republik 1936–1939 e.V. (KFSR). Diese im September 2001 gegründete Organisation hat es sich zum Ziel gesetzt, die Tradition und Geschichte der deutschen Antifaschisten im Spanischen Krieg lebendig zu erhalten. Die Vorsitzende der KFSR, Kerstin Hommel, zeigte sich sehr erfreut, in diesem Jahr unter den Gästen Spaniens Botschafter in Deutschland, Pablo García-Bedoy, begrüßen zu können. Dieser erinnerte in seiner kurzen, in deutscher Sprache gehaltenen Ansprache an »eines der dunkelsten Kapital der jüngeren Geschichte«. Der Krieg in Spanien sei »ein Kampf der Demokratie gegen den Totalitarismus« gewesen, so der Diplomat. Er erinnerte daran, dass seine Botschaft vor einigen Monaten eine Veranstaltung über die spanischen republikanischen Gefangenen in den deutschen Konzentrationslagern organisiert habe. »80 Jahre danach ist es eine Verpflichtung, an die Menschen zu erinnern, die ihre Familien verlassen haben, um in Spanien die Demokratie zu verteidigen«, so García-Bedoy. Mehr dazu (38 KB)

 

12.08.2016 – UZ - Glückwunsch, Genosse Fidel! -¡Felicidades, Comandante Fidel!

Glueckwunsch Genosse Fidel-kFidel Castro, Revolutionär, Staatsmann, marxistischer Theoretiker und Symbol für das sozialistische Kuba, wird am 13. August 90 Jahre alt

Lieber Genosse Fidel,

die Deutsche Kommunistische Partei sendet Dir die herzlichsten Grüße und besten Wünsche zur Vollendung Deines 90. Lebensjahres!

Schon als junger Mann hast Du Dich in den Dienst Deines kubanischen Volkes gestellt, indem Du an der Spitze der Bewegung gegen den Diktator Batista gestanden hast. Dabei hast Du revolutionäre Weitsicht und Geduld bewiesen, und wie Du in Deiner Verteidigungsrede nach dem Sturm auf die Moncada-Kaserne vorhergesagt hast, hat Dich die Geschichte freigesprochen. Der Widerstand gegen die Diktatur war berechtigt und hat dem Volk Kubas die Freiheit und Souveränität gegeben, die ihm bürgerliche und Marionettenregierungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht geben konnten.

Nach dem Sieg der Revolution standen große Umwälzungen auf der Tagesordnung. Die Entschlossenheit, mit der Du diese Revolution vorangetrieben hast, hat Dir den Hass Deiner Gegner, vor allem in den USA, aber auch in den kapitalistischen Staaten Europas, eingebracht. Du hast ihn produktiv in noch mehr revolutionäre Energie umgesetzt! Mehr dazu (950 KB)

 

09.05.2016 – jw - Kommunistische Partei Chiles zum Tod von Margot Honecker

Santiago, 6. Mai 2016: Die Kommunistische Partei Chiles hat vom Tod Margot Honeckers heute morgen in unserem Land erfahren. Sie spricht ihrer Tochter Sonia, ihren Familienangehörigen, Freundinnen und Freunden ihr tief empfundenes Beileid aus.

Es sind Hunderte ins Exil gezwungene chilenische Kommunisten, die sich voller Wertschätzung der Solidarität und Freundschaft erinnern, deren aktiver Teil Margot Honecker war. Diese Solidarität erreichte das chilenische Volk in der härtesten Phase der bürgerlich-militärischen Diktatur, die unser Land seit September 1973 geprügelt hat. Mehr dazu (30 KB)

 

09.05.2016 – jw - Nutzen für die Zukunft

Nutzen fuer die Zukunft-kAuszüge aus der Korrespondenz zwischen Margot Honecker und dem Berliner Verleger Frank Schumann

Am 29. Mai 1994 starb Erich Honecker, von 1971 bis 1989 Erster Sekretär bzw. Generalsekretär des Zentralkomitees der SED und von 1976 bis 1989 Vorsitzender des Staatsrates der DDR, in Chile. Wenig später erschienen seine »Moabiter Notizen« im Berliner Verlag Edition Ost. Margot Honecker knüpfte damals Kontakt zum Verleger Frank Schumann. Die Korrespondenz zwischen beiden wurde intensiver, als sie elektronisch stattfinden konnte. Die letzte E-Mail von Margot Honecker ging im Februar im Verlag ein.

Die Edition Ost gibt in den nächsten Wochen eine Auswahl des Schriftwechsels mit Frank Schumann unter dem Titel »Post aus Chile. Die Korrespondenz mit Margot Honecker« heraus. Hier einige Auszüge:

Berlin, 23. September 2010. Liebe Margot, vermutlich hat es sich bereits bis Chile herumgesprochen, dass wir einen gemeinsamen Freund verloren haben. Walter Womacka (geb. 1925, Maler und Grafiker, 1968 bis 1988 Rektor der Kunsthochschule Berlin-Weißensee, jW) ist am Samstag in Berlin-Buch verstorben, die Beisetzung wird voraussichtlich am 7. Oktober in Friedrichsfelde stattfinden. Mehr dazu (62 KB)

 

22.04.2016 – jw - Heinz W. Hammer – presente

Heinz W Hammer presente-kVon Gerhard Feldbauer - Am heutigen Freitag wird in Essen Heinz W. Hammer begraben, der am 31. März gestorben ist. Der leidenschaftliche Kommunist war besonders in der Kuba-Solidarität engagiert. Nach 1989 hatte Kuba über 80 Prozent seiner Handelspartner verloren. Allein durch die Kohl-Regierung waren nach der Einverleibung der DDR mehr als 100 mit Kuba geschlossene Verträge völkerrechtswidrig gebrochen worden. Trotzdem blieb Kuba sozialistisch. Als Vorsitzender der Essener Regionalgruppe der »Freundschaftsgesellschaft BRD–Kuba« initiierte Heinz die Gründung des »Netzwerks Cuba«, geprägt vom Geist Che Guevaras, auf den das berühmte Zitat zurückgeht: »Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker«. Das war auch der Titel des Buchs, das Heinz zusammen mit Frank Schwitalla von der »Bremen–Cuba: Solidarität konkret« zum 20. Jahrestag des »Netzwerks« 2013 bei Papyrossa veröffentlichte.

Im »Netzwerk« erwies sich Heinz als ein kluger Bündnispolitiker und vereinte politisch heterogene Kräfte über vielerlei Meinungsverschiedenheiten hinweg. Als größte bundesweite Organisation der Kuba-Solidarität ordnet es sich ein in die weltweite Unterstützung der Karibikinsel. Der Staatsrat der Republik Kuba würdigte Heinz mit der »Medaille der Freundschaft« als »Geste einer ewigen Anerkennung im Namen des kubanischen Volkes«. Mehr dazu (34 KB)

 

19.03.2016 – jw - Não passarão!

Nao passarao-kGegen den Staatsstreich, mit Lula, für soziale Rechte. In Brasilien gingen Hunderttausende zur Verteidigung der Demokratie auf die Straße

Von Peter Steiniger - Brasiliens Linke hat geantwortet. Wenige Tage nach neuen Massendemonstrationen für den Sturz der Regierung von Präsidentin Dilma Rousseff und unmittelbar nach Protesten gegen die Berufung ihres Vorgängers Luiz Inácio Lula da Silva zum neuen Kabinettschef – mit Übergriffen auf deren Anhänger – zeigten landesweit Menschen Flagge gegen die Offensive des reaktionären Lagers. In Dutzenden Städten wurde am Freitag unter der Losung »Gegen den Putsch, für die Demokratie« demonstriert. Aufgerufen hatte das Bündnis »Frente Brasil Popular« aus Gewerkschaften, Jugend- und Studentenorganisationen, Landarbeiter- und Landlosenbewegungen, der Arbeiterpartei (PT) und der kommunistischen PCdoB sowie Kirchen, Frauenverbänden, Künstlern und Intellektuellen. Der größte gewerkschaftliche Dachverband CUT richtete einen Appell an alle Brasilianer – unabhängig von Geschlecht, Rasse oder sozialer Klasse –, ihre Stimme gegen den Angriff rechter und faschistischer Kräfte zu erheben. Dieser bedrohe die junge Demokratie des Landes und ziele auf die politischen und sozialen Menschenrechte.

Allerorten wurde für die Bewahrung des Rechtsstaats, eine Politikreform, gegen Privatisierungen und die Abwälzung der Folgen der Krise auf die kleinen Leute demonstriert. »Es wird keinen Putsch geben, sondern Kampf«, war auf Spruchbändern zu lesen, die antifaschistische Losung aus dem Spanienkrieg »Não passarão!« (Sie werden nicht durchkommen!) war präsent, Lula wurde als »Kämpfer des brasilianischen Volkes« gefeiert. Der prominenteste Linkspolitiker des Landes war für den Abend gemeinsam mit Bürgermeister Fernando Haddad auf einer Großkundgebung in São Paulo angekündigt. Mehr dazu (42 KB)

 

27.02.2016 – jw - In der Sackgasse

In der Sackgasse-1-kMarokko verhindert seit 40 Jahren die Anerkennung der Demokratischen Arabischen Republik Sahara. Weder Waffengewalt noch Verhandlungen noch das Engagement der UNO konnten die völkerrechtlich legitime Forderung der Sahrauis erfüllen

Von Werner Ruf - Vor exakt 40 Jahren, am 27. Februar 1976, proklamierte die Befreiungsbewegung der ehemaligen spanischen Kolonie Westsahara, die Polisario-Front (Frente Popular para la Liberación de la Saguía el Hamra y del Río de Oro), ihren Staat: die Demokratische Arabische Republik Sahara. Er wird von über 60, meist afrikanischen und lateinamerikanischen, Staaten anerkannt. Kein Staat der Welt akzeptiert völkerrechtlich dagegen die seit 40 Jahren andauernde Besetzung und Annexion des Gebiets durch Marokko.

Konflikt - Das Territorium der Westsahara wurde auf der Berliner Kongokonferenz in den Jahren 1884/1885 Spanien zugeschlagen. Die UN-Vollversammlung forderte erstmals 1965 einstimmig die Kolonialmacht Spanien auf, das Gebiet in die Unabhängigkeit zu entlassen. 1973 begann die Polisario-Front den bewaffneten Kampf gegen Madrids Herrschaft.1 Die überfällige Dekolonisation sollte entsprechend den von der UN-Generalversammlung in ihrer Resolution 1514 vom Dezember 1960 festgelegten zwei Grundsätzen erfolgen: 1. »Alle Völker haben das Recht der freien Selbstbestimmung. (…) Sie bestimmen frei ihren politischen Status und verfolgen frei ihre ökonomische, soziale und kulturelle Entwicklung.« 2. »In den noch unter Vormundschaft stehenden Territorien, in den nichtautonomen Territorien und in all den Territorien, die noch nicht zur Unabhängigkeit gelangt sind, werden unmittelbar Maßnahmen getroffen, um alle Gewalten an die Völker dieser Territorien zu übertragen, um ihnen zu gestatten, völlige Unabhängigkeit und Freiheit zu genießen. (…) Jeder Versuch, der darauf abzielt, teilweise oder ganz die nationale Einheit und die territoriale Integrität eines Landes zu zerstören, ist unvereinbar mit den Zielen und den Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen.«

Genau dieses Prinzip aber hatte Spanien am 14. November 1975 verletzt, indem es eine Sache, die ihm nicht gehörte, nämlich die Kolonie Spanisch-Sahara, im »Abkommen von Madrid« an Marokko und Mauretanien übertrug. Beide Staaten hatten »historisch begründete« Ansprüche auf das Gebiet erhoben. Mehr dazu (70 KB)

 

09.12.2015 – jw - Eine Ikone des Widerstands

Eine Ikone des Widerstands-kVor 120 Jahren wurde »La Pasionaria« Dolores Ibárruri geboren. »Die Leidenschaftliche« widmete ihr Leben dem Kampf gegen Unterdrückung

Von Peter Rau - Der Mensch ist erst wirklich tot, wenn niemand mehr an ihn denkt«, heißt es oft in Traueranzeigen. So gesehen gehört auch Dolores Ibárruri zu den unsterblichen, weil unvergessenen, Repräsentanten ihrer Zeit.

Am 9. Dezember 1895, vor genau 120 Jahren in einem kleinen baskischen Dorf im Norden Spaniens in den ärmlichen Verhältnissen einer katholischen Bergarbeiterfamilie geboren, blieb es ihr versagt, wie gewollt Lehrerin zu werden. Statt dessen arbeitete sie als achtes von elf Kindern von Antonio Ibárruri und seiner Frau Juliana Gómez nach der Schule als Näherin und als Dienstmädchen. Konfrontiert mit dem Leid der Ärmsten und der alltäglichen Ungerechtigkeit in der Welt – worüber sie in ihren Lebenserinnerungen »Der einzige Weg« Zeugnis ablegte –, schloss sie sich mit 17 Jahren der Spanischen Sozialistischen Arbeiterpartei (PSOE) an. 1916 heiratete sie, gerade 20 Jahre jung, den Bergarbeiter Julián Ruiz. Sie gebar sechs Kinder, von denen vier unter den miserablen Bedingungen der jungen Familie nicht überlebten. Nur ihr Sohn Ruben, Ende der 30er Jahre in die Sowjetunion evakuiert – er fiel 1942 als junger Offizier der Roten Armee in der Schlacht um Stalingrad – und dessen Schwester Amaya überstanden die ersten Lebensjahre.

1921 wurde Dolores Ibárruri Mitglied der im Jahr zuvor gegründeten Kommunistischen Partei Spaniens (PCE), engagierte sich für die Belange der Arbeiterbewegung und insbesondere der Frauen. Als Mitglied des PCE-Provinzkomitees von Vizkaya begann sie unter dem Pseudonym »La Pasionaria« (Die Leidenschaftliche), für baskische Arbeiterzeitungen zu schreiben. Neun Jahre später wurde Dolores Ibárruri in das Zentralkomitee ihrer damals noch kleinen Partei gewählt. Als Redakteurin des Zentralorgans der PCE, Mundo Obrero (Arbeiterwelt), nach Madrid beordert, trennte sie sich von ihrem Mann. Mehr dazu (44 KB)

 

09.09.2015 – jw - Amerika übt Solidarität

Amerika uebt Solidaritaet-kVenezuela, Brasilien und Chile nehmen Zehntausende Flüchtlinge auf. Caracas will UN-Friedensplan für Mittleren Osten. Briten bombardieren Syrien

Von André Scheer - Die britische Regierung hat eingeräumt, dass sie bereits Bombenangriffe auf Syrien durchgeführt hat. Am späten Montag abend gab Premierminister David Cameron vor dem Unterhaus bekannt, dass die Luftwaffe seines Landes Ende August erstmals Kämpfer der Terrormiliz »Islamischer Staat« attackiert habe. Bei dem Drohnenangriff in der Nähe von Rakka seien am 21. August drei Dschihadisten getötet worden, darunter zwei Briten.

Die syrische Regierung warf Cameron daraufhin »politische Verlogenheit« vor. Das Außenministerium in Damaskus erklärte, London habe nicht das Recht, andere über Demokratie, Menschenrechte und den Kampf gegen den Terrorismus zu belehren, »während es selbst all seine Kapazitäten und seine ›kolonialistischen Erfahrungen‹ zur finanziellen, militärischen, politischen und propagandistischen Unterstützung der terroristischen Organisationen in Syrien eingebracht« habe.

In Caracas kritisierte auch Venezuelas Präsident Nicolás Maduro das Verhalten der europäischen Mächte. Unter ausdrücklicher Berufung auf Papst Franziskus erklärte er am Montag (Ortszeit) bei einer im Fernsehen übertragenen Kabinettssitzung: »Die Menschheit wird nicht durch ›humanitäre‹ Bombenangriffe gerettet. So haben sie Syrien, Libyen und den Irak zerstört. Die Menschheit wird nicht durch die Terroristen gerettet, die von der imperialen Macht des Planeten dort eingeführt wurden. Die Menschheit kann nur durch die Solidarität gerettet werden.« Die Terroristen seien unterstützt worden, um den syrischen Präsidenten Baschar Al-Assad zu stürzen. Mehr dazu (44 KB)

 

08.09.2015 - fr-online.de - Nicht Flüchtlinge umverteilen, sondern Reichtum

Nicht Fluechtlinge umverteilen sondern Reichtum-kVon Stephan Hebel - Wenn Deutschland das Vorbild ist, das derzeit alle loben, könnte es jetzt seine europäische Führungsrolle sinnvoll nutzen. Doch dazu müsste es mehr investieren als sechs Milliarden Euro. Der Leitartikel.

Es ist mehr, als man noch vor zwei Wochen hätte erwarten können. Die deutsche Politik hat die Bedeutung des Themas Migration wenigstens zur Kenntnis genommen. Die Regierung hat am vergangenen Wochenende getan, was ihre verdammte humanitäre Pflicht und Schuldigkeit ist: Sie hat Flüchtlinge, die von Ungarns Behörden wie Dreck behandelt worden waren, unbürokratisch aufgenommen. Und sie hat Geld versprochen, um den Kommunen zu helfen.

Es ist viel weniger als notwendig wäre. Angela Merkel wird, wenn sie die eigenen Sprüche ernst nimmt, sehr genau wissen, dass die Beschlüsse des Koalitionsgipfels von der „Anstrengung“, die sie fordert, Lichtjahre entfernt sind. Von der Willkommenskultur, die der glücklicherweise größere Teil der deutschen Gesellschaft ihrer Regierung derzeit vormacht, kann die Kanzlerin noch eine Menge lernen. Mehr dazu (168 KB)

 

12.08.2015 – jw - Nothilfe gegen den Irrsinn

Nothilfe gegen den Irrsinn-kMittelmeer: Lateinamerikanische Staaten wollen Flüchtlingen aus Afrika zu Hilfe kommen. Bolivarische Allianz ALBA kündigt Sonderprogramm an

Von André Scheer - Mehr als 225.000 Menschen sind nach Angaben des UN-Hochkommissars für Menschenrechte (UNHCR) seit Beginn des Jahres 2015 über das Mittelmeer nach Europa geflüchtet. Mehr als die Hälfte von ihnen, 124.000 Menschen, kamen in Griechenland an. Seit Jahresbeginn überlebten etwa 2.100 Personen die gefährliche Überfahrt nicht.

Die europäischen Mächte seien »von dieser Lage vollkommen überfordert« und würden deshalb »falsche Entscheidungen« treffen, kommentierte Venezuelas Präsident Nicolás Maduro die Lage am Montag (Ortszeit) in Caracas bei einem Treffen der Außenminister der Bolivarischen Allianz für die Völker Unseres Amerikas (ALBA). Die elf Mitgliedsstaaten des antiimperialistischen Bündnisses wollen gemeinsam einen Notfallplan aufstellen, um den in Europa Schutz suchenden Menschen aus Afrika zu helfen. »Wir müssen ihnen die Hand geben, unsere Unterstützung anbieten, denn sie fliehen vor Hunger und Elend«, betonte Maduro. Zu dem Programm gehören demnach Investitionen zum Ausbau der Gesundheits- und Lebensmittelversorgung sowie der Bildung und Ausbildung in Afrika. Die ALBA müsse neue Friedensinitiativen entwickeln: »So erfüllen wir unsere Verpflichtung, dem Essen zu geben, der hungert, und den zu umarmen, der friert – im Sinne von Christus und im Sinne von Chávez und Fidel.« Die früheren Präsidenten Venezuelas und Kubas hatten die ALBA 2004 gegründet. Mehr dazu (44 KB)

 

22.07.2015 – amerika21.de - Hilfsprogramm aus Kuba für Nobelpreis nominiert

Hilfsprogramm aus Kuba fuer Nobelpreis nominiert-kVon Edgar Göll - Oslo. Das kubanische Programm für internationale medizinische Hilfe ist für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Einen entsprechenden Brief hat der kanadische Professor John Kirk an das Nobelpreiskomitee in Oslo gesendet. Er ist in der Abteilung für Lateinamerikastudien an der Dalhousie University in Halifax, Nova Scotia, tätig und forscht seit über zehn Jahren über die Einsätze kubanischen Gesundheitspersonals im Ausland und über weitere Elemente des Programms.

Bereits im Januar 2014 hatte der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki-moon, über den Beitrag der kubanischen Ärzte gesagt: "Sie sind immer die Ersten, die ankommen, und die Letzten, die abziehen - und bleiben immer auch nach der Krise im Einsatz. Kuba hat der ganzen Welt eine Menge zu zeigen." Mehr dazu (300 KB)

 

10.07.2015 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Druck machen für Mumia

Druck machen fuer Mumia-kPolitischem Gefangenen wird in den USA weiterhin Behandlung durch Vertrauensärzte verweigert

Wie Noelle Hanrahan von Prison Radio in San Francisco am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte, befindet sich der politische Gefangene Mumia Abu-Jamal nach wie vor auf der Krankenstation des Mahanoy-Gefängnisses in Pennsylvania. Sein Gesundheitszustand sei »prekär«. Er habe seit zehn Tagen anhaltend Fieber und leide unter schweren Ausschlägen. Beine und Unterleib seien stark geschwollen. Abu-Jamal sei weiterhin auf den Rollstuhl angewiesen. Anläßlich seiner Verlegung in das Geisinger Medical Center seien diese Ausschläge kurativ behandelt worden, seit seiner Rückverlegung auf die Krankenstation in Mahanoy habe sich sein Hautekzem jedoch weiter verschlimmert. Es müsse deshalb wieder Druck auf die Verantwortlichen ausgeübt werden, schrieb Hanrahan. Mehr dazu (290 KB)

 

02.07.2015 – jw - »Das ganze Afrika«

Das ganze Afrika-kVor 90 Jahren wurde Patrice Émery Lumumba geboren. Mit der Ermordung des kongolesischen Ministerpräsidenten 1961 endete der Traum von einer tatsächlichen Unabhängigkeit.

Von Gerd Schumann - Patrice Émery Lumumba wurde als Tasumbu Tawosa am 2. Juli 1925 in Kasai, Belgisch-Kongo geboren. Er absolvierte die koloniale Missionsschule und eine Ausbildung bei der Post. 1954 stieg er auf zum »Évolué«, zum »Entwickelten« – oder auch »fortgeschrittenen Neger« –, erhielt als einer der ersten und wenigen Kongolesen eine »Carte d’Immatriculation«, die ihn als »europäisch zivilisiert« und für höhere Tätigkeiten befähigt auswies. Das allerdings bedeutete nicht allzu viel: Lediglich 30 Studenten aus Kongo inklusive Ruanda-Urundi (seit 1946 UN-Treuhandgebiet unter belgischer Verwaltung) wurden (bis 1956) zu einem Studium zugelassen. In der Armee lag die Aufstiegsobergrenze für Einheimische beim Rang eines Sergeanten (Unteroffiziers), in der Verwaltung im unteren Bereich des Mittelbaus. Lumumba arbeitete »wie ein Berserker« (Jean-Paul Sartre) und wäre doch absehbar ein drittrangiger Postbeamter geblieben.

Die Kolonialmacht baute nur zaghaft an der Herausbildung einer sozialen Schicht, die als Hilfskraft in Ökonomie und Verwaltung dem Machterhalt dienen sollte. Das widersprach dem Lauf der Zeit, die längst reif war für einen grundsätzlichen Politikwechsel. Wie anderswo wuchsen Aufruhr und Widerstand, es entstanden Gewerkschaften im rohstoffreichen Land am Kongo-Fluss, es kam zu Streiks gegen die verrottete Ordnung. Lumumba, ein exzellenter Rhetoriker und zudem hochintelligent, gründete 1958 mit anderen den Mouvement National Congolais (MNC) und wurde zu deren Sprecher. Mehr dazu (72 KB)

 

15.05.2015 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Ho Chi Minh zum 125. Geburtstag

»Der revolutionäre Weg«

Der revolutionaere Weg-kWir hatten das große Glück Ho Chi Minh während unserer Arbeit als Journalisten in Vietnam (1967-1970) mehrmals persönlich zu begegnen. Er war aber auch anwesend bei den Begegnungen, die wir mit den Menschen Vietnams hatten, bei den vielen Gesprächen war er einfach dabei und er lebte, auch nach seinem Tod, im Kampf seines Volkes weiter. In einer unvergeßlichen Weise spürten wir die kaum wiederzugebende Ausstrahlung dieser faszinierenden Persönlichkeit, an der nichts von Personenkult zu bemerken war.

Seine sprichwörtliche Bescheidenheit, seine Anspruchslosigkeit waren Ausdruck seiner Verbundenheit mit den Menschen aus dem Volk. Er wollte nicht besser leben als sie, es hätte ihn unglücklich gemacht, hat er einmal gesagt. Damit hat er ein ausschlaggebendes persönliches Beispiel für den Massenheroismus seines Volkes gegeben, aber auch ausgestrahlt auf die Menschen in der Dritten Welt.

Sein Testament, das er vier Monate vor seinem Tod, im Mai 1969, verfaßte, ist durchdrungen von der Liebe zu seinem Volk und der unerschütterlichen Gewißheit, daß es bis zum Sieg kämpfen werde. Seine herausragende Führerpersönlichkeit zeigte sich fast mehr noch nach seinem Tod. Denn als er während des erbitterten Befreiungskrieges gegen die USA-Aggressoren im September 1969 starb, hinterließ er nicht, worauf seine Feinde spekuliert hatten, ein Vakuum, sondern eine kampfgestählte Partei mit einem starken Führungskollektiv, die sein Werk fortsetzte, und ein von seinem Unabhängigkeitswillen beseeltes Volk. Innerparteiliche »Machtkämpfe« gab es nicht. Mehr dazu (205 KB)

 

21.02.2015 – amerika21 - Ecuador bietet Griechenland Hilfe bei Schuldenverhandlung an

Ecuador bietet Griechenland Hilfe bei Schuldenverhandlung-kVon Vilma Guzmán - Moskau. Ecuador hat der neuen griechischen Regierung von Premierminister Alexis Tsipras angeboten, bei der Lösung der Schuldenproblematik behilflich zu sein. Tsipras könne auf die Hilfe und Solidarität Ecuadors bei der schwierigen Regierungsführung bauen, die vor ihm liege, sagte der ecuadorianische Außenminister Ricardo Patiño während eines Aufenthalts in Moskau im Interview mit der spanischen Presseagentur Efe.

"Wir stehen zur Verfügung, nicht um ihnen irgendeinen Ratschlag zu geben, sondern einfach um ihnen unsere Erfahrung zu vermitteln. Sie werden dann souverän und intelligent entscheiden, welche Schritte sie unternehmen. Aber sie können auf uns zählen", so der Minister. Mehr dazu (160 KB)

 

 

 

 

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