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Ihre Meinung, ihre Kritik, ihre Fragen sind mir immer Willkommen: mailto:webmaster @kalle-der-rote.de

Bon apetito - Profitabel - Zum Kotzen

Kranke Gockel, lecker und profitabel

Also ich möchte ja keinen den Appetit verderben, das machen ja eigentlich schon unsere Lebensmittelkonzerne, aber ein paar Sachen sollte man doch sagen oder schreiben.

Eigentlich müsste ja jeder von uns wissen, dass ja nicht nur Tierkadaver, meisten in Form von Tiermehl verfüttert wird in den deutschen Landle. Sondern es ist auch üblich, in den Fleischmastbetrieben den Kot oder besser gesagt die Scheiße der Tiere zum Großteil wieder zum Futtern aufzubereiten. Das spart Kosten und bringt somit einen nicht zu verachtenden Zusatzreibach. Ersten werden Entsorgungskosten eingespart, zweitens werden Futtermittelkosten eingespart. Zwar werden dem Mischfutter erhebliche Mengen an Medikamente beigemengt, weil bis zur Schlachtung muss überlebt werden, aber die Kosten für die Medikamente stehen in keinem Verhältnis zu den enormen Einsparungen.

Ein Problem haben besonders Gockel-Esser unter uns, denn die Salmonellenbelastung bei BRD-Gockel ist besonders hoch, in der EU gehören unsere Gockels dabei zu den Spitzenreitern. Am besten die Gockels bis zur Schwarzbräune durch und durch grillen oder braten, dann kann jeder, laut Bundesinstitut für Risikobewertung diese herrlichen Gockel genießen ohne Angst vor einer Salmonellenvergiftung zu haben. - Mehr dazu, Masthähnchen sind häufig mit Salmonellen infiziert. [16 KB] - Mehr dazu, Grundlagenstudie zur Erhebung der Prävalenz von Salmonellen in Broilerbetrieben. [136 KB)

 

Ich wünsche allen - Bon apetito!

12.08.2017 – jw - Brandsatz im Hühnerhof

Brandsatz im Huehnerhof-kImage der Branche ramponiert: Fipronil-Eier in 17 Länder geliefert. Belgien und Niederlande streiten um Urheberschaft des Skandals

Von Klaas Brinkhof - Im Skandal um die mit dem Insektizid Fipronil belasteten Eier hat die niederländische Polizei am Donnerstag zwei Manager des Unternehmens Chickfriend festgenommen. Die Desinfektionsfirma aus Barneveld soll beim Reinigen von Hühnerställen Mittel eingesetzt haben, die Fipronil enthielten. Dadurch wurden Millionen Eier ungenießbar. Beiden wird vorgeworfen, die allgemeine Gesundheit gefährdet zu haben.

Den Verhaftungen gingen Hausdurchsuchungen in Belgien und den Niederlanden voraus. Im ersteren Land liegt der Fokus auf der Firma Poultry-Vision, bei der Chickfriend offenbar das Reinigungsmittel DEGA-16 kaufte. Das soll nur aus ätherischen Ölen wie Menthol und Eukalyptus bestehen. Ob das Fipronil schon in Belgien oder erst in den Niederlanden untergemischt wurde, müssen die weiteren Ermittlungen zeigen. Während DEGA-16 in Reinform unbedenklich ist, darf das Antiläusemittel Fipronil nicht in die menschliche Nahrungskette gelangen. Mehr dazu (112 KB)

 

05.08.2017 – jw - Kontaminierte Nahrung

Kontaminierte Nahrung-kSaubere Ställe, vergiftete Verbraucher? Antiläusemittel Fipronil in Hühnereiern entdeckt: Handelsketten verfügen Verkaufsstopp

Von Dieter Schubert - Giftbelastete Hühnereier machen wenig Appetit auf Omeletts. Nach der Entdeckung von Resten des Mittels Fipronil in dem Nahrungsmittel, erhöht sich die Zahl der Regionen weiter, in die kontaminierte Eier geliefert worden sind. Das bewog führende Einzelhandelskonzernen inzwischen zu drastischen Maßnahmen: Aldi Süd und Aldi Nord, die beiden Megadiscounterketten des Albrecht-Familienimperiums, nehmen deutschlandweit sämtliche Eier aus dem Verkauf. Das teilten die Unternehmensgruppen am Freitag mit. Es sei eine »reine Vorsichtsmaßnahme«, hieß es in der Mitteilung. Es könne demnach von keiner gesundheitlichen Beeinträchtigung ausgegangen werden. Zuvor hatte schon Rewe den Verkauf gestoppt. Betroffen seien amtlichen Angaben zufolge auch Produkte, die als »Bioeier« deklariert sind.

Ausgangspunkt des aktuellen Lebensmittelskandals ist die EU-Agrarexportmacht Niederlande. Dort waren in Eiern zahlreicher Legebetriebe Spuren eines mit dem Giftstoff Fipronil gemischten Antiläusemittels gefunden worden. Untersuchungen der Behörden im Nachbarland hatten ergeben, dass die Kontaminierung nach Reinigung der Ställe durch ein professionelles Dienstleistungsunternehmen erfolgt sein könnte. Mehr dazu (121 KB)

 

26.07.2017 - derstandard.at – Stickstoff-Ausstoß zu hoch: Experte empfiehlt weitgehenden Fleischverzicht

Eric Davidson: "Menschen verdoppeln den Stickstoff-Eintrag auf der Erde"

Wien – Um 7,5 Milliarden Menschen auf der Erde zu ernähren, setzt die Landwirtschaft große Mengen an Stickstoff-Dünger ein. Der Großteil davon gerät aber in die Umwelt, was schwerwiegende Folgen habe, erklärte der US-Umweltwissenschafter Eric Davidson Dienstagnachmittag auf einer Expertenkonferenz in Wien. Der im globalen Kreislauf zirkulierende Stickstoff habe ein kritisches Ausmaß erreicht.

Jedes Jahr entstehen weltweit 413 Milliarden Kilogramm Stickstoff, rund 200 Milliarden stammen aus natürlichen Quellen, 210 von menschlichen Aktivitäten, so Davidson, der an der University of Maryland (USA) forscht. "Die Menschen verdoppeln also den Stickstoff-Eintrag auf der Erde", sagte er. Der Großteil des von Menschen freigesetzten Stickstoffs, nämlich 180 Milliarden Kilogramm, kämen aus der Landwirtschaft, vorwiegend durch den Einsatz von Kunstdünger. Mehr dazu (90 KB)

 

21.04.2017 - derstandard.at - Norwegen verlegt Lachszucht im Kampf gegen Parasiten auf hohe See

Norwegen verlegt Lachszucht im Kampf-kLachslaus abschütteln – Aus Erfahrung der Ölindustrie lernen – Umweltschützer fürchten großflächige Ausbrüche

Oslo – Die norwegische Lachszucht steht vor einer Verlagerung aus Fjorden und Buchten auf den offenen Atlantik. Damit wollen die Zuchtfirmen ihr Milliardengeschäft vor der Lachslaus, einem Parasiten, schützen. Dieser hatte in den letzten Jahren das Wachstum der Industrie gestoppt.

Derzeit werden verschiedene Designs für Lachsfarmen im Ozean geprüft, sagten norwegische Behörden im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Bis November laufe der Prozess, "eine Handvoll" Lösungen sei schon akzeptiert, weitere 40 werden noch geprüft. Oft stütze man sich dabei auf die Erfahrungen der Ölindustrie. - Mehr dazu (210 KB)

 

07.04.2017 – jw - Alternative Ernährung

Alternative Ernaehrung-kEs ist zum Verrücktwerden (Teil 13)

Von Hagen Bonn - Achtung, Achtung: Nie war Bildung wichtiger als heute, denn wer die Zutatenlisten auf den Packungen im Supermarkt nicht lesen kann, lebt gefährlich. Wir dürfen da keine Illusionen haben! Die Kritiker der Industrienahrung haben nämlich ein bisschen viel recht. Wer sich gedanklich alle Produkte, die übermäßig Zucker, Salz, Öle, Säuren und Weißmehle enthalten, aus den Regalen wegdenkt, wird eine böse Überraschung erleben. Neunzig Prozent der Regalreihen stünden leer. Und wer die genannten Bestandteile genauer betrachtet, wird feststellen, dass die sich bestens eignen, hundert Jahre dort zu stehen, ohne schlecht zu werden. Und sie geben eins: Energie! Kombinieren wir sie gar: Gurken, Kartoffelchips oder Salami in eins und schon, haben wir das perfekte Produkt im Sinne der Nahrungsindustrie: ewig haltbar, viel Geschmack und Massenabsatz.

Dass der Chemiebaukasten zusätzliche Effekte schafft, wissen wir: Aussehen, Farbe, Geruch, mehr Geschmack und noch längere Haltbarkeit. Und das Gemüse? Viele wissen nicht, dass das Supermarktgemüse weder Erde, Sonne noch Regen kennt. Tomaten aus Holland wachsen auf Pappböden. So schmecken sie auch. Ebenso die Gurken. Null Geschmack. Das letzte Schweinefleisch, das ich aß und das nach Schwein schmeckte, stand 1989 auf dem Tisch. Selbstverständlich rechts der Elbe … Mehr dazu (42 KB)

 

05.03.2016 – handelsblatt.com - Kalifornien greift auf dem Olivenöl-Markt an

Kalifornien greift auf dem Olivenoel-Markt an-kVon: Axel Postinett - Erst haben die Amerikaner den Weinmarkt aufgerollt, dann den Biermarkt. Nun ist die Olivenöl-Produktion dran. Wie sie mit Spitzentechnologie aus dem Silicon Valley die Traditionsbetriebe aus Europa verdrängen wollen.

San Francisco - Im noblen Delikatessenladen Bristol Farms im Westfield-Einkaufszentrum in San Francisco ist der Wandel schon zu spüren. Das Angebot an Olivenölen aus aller Welt ist üppig. Aber es sind die heimischen Marken aus Kalifornien, die das Bild beherrschen. Und waren sie früher eher preiswerte Alternativen zu den dominierenden italienischen und spanischen Herstellern, sind diese Zeiten vorbei.

Eine 0,5-Literflasche Extra Native Olive Oil der Marke California Olive Ranch kostet da schon fast 14 Dollar. Wer etwas günstigeres sucht, der sollte zu Bertolli greifen. Der halbe Liter der italienischen Traditionsmarke ist nach Preissenkungen schon für gut zwölf Dollar zu haben. Mehr dazu (1,2 MB)

 

03.03.2016 – nzz.ch - Gentechnische Pflanzen - Die Furcht der Biobauern vor der neuen Gentechnik

Gentechnische Pflanzen-kDie moderne Gentechnik ist in Lebensmitteln nicht mehr nachweisbar. Dass Forscher deshalb eine Lockerung der Deklarationspflicht fordern, beunruhigt Biolandwirte.

Von Cornelia Eisenach - Wer beim Einkauf gern zum Biopoulet greift, erwartet vermutlich, dass das Huhn ein glückliches Leben hatte, aber auch, dass es kein gentechnisch verändertes Futter bekam. Das war bis anhin möglich, weil gentechnisch veränderte Organismen (GVO) der Kennzeichnungspflicht unterliegen und in Bioprodukten verboten sind. Doch was, wenn gentechnische Methoden zum Einsatz kommen, die nicht nachweisbar sind? Mit neuen Verfahren wie der Crispr-Cas9-Methode, die in den letzten Monaten viel zu reden gab, lässt sich das Erbgut von Pflanzen so editieren, dass diese sich nicht mehr von herkömmlichen Züchtungen unterscheiden. Wissenschafter plädieren bereits in einer Stellungnahme dafür, die sogenannten «Genom-editierten Nutzpflanzen» von der GVO-Kennzeichnungspflicht auszunehmen. Mehr dazu (68 KB)

 

19.02.2016 – nzz.ch - Bedrohte Exoten - Alles Banane

Bedrohte Exoten Alles Banane-kSie gehören zu den beliebtesten Früchten und sind in jedem Supermarkt zu finden. Das könnte sich ändern - wenn es nicht gelingt, eine Pilzkrankheit zu stoppen.

Von Stephanie Kusma - Sie kommen aus den Tropen, aber exotisch mag man sie nicht mehr nennen: Bananen sind mindestens so heimelig wie Äpfel oder Birnen, essen wir sie doch alle seit frühester Kindheit. Sie sind für viele Babys eine der ersten festen Speisen und praktisch ein Grundnahrungsmittel. Die süssen sogenannten Dessertbananen sind laut dem Schweizerischen Ernährungsbericht denn auch mit durchschnittlich 10 Kilogramm pro Jahr und Kopf nach den Äpfeln (15 Kilo) die liebste Frucht der Schweizer – weit vor den Birnen oder Trauben. Die amerikanischen Konsumenten essen sogar mehr Bananen als Äpfel und Orangen zusammen. Entsprechend gibt es kaum einen Supermarkt ohne Bananen. Die Früchte sind ein enormer Wirtschaftsfaktor. Mehr dazu (8,4 MB)

 

29.01.2016 - derstandard.at - Erhöhtes Krebsrisiko durch Arsen im Essen

Erhoehtes Krebsrisiko durch Arsen im Essen-kGiftiges Arsen kann nicht nur in Reis, sondern auch in Milch- und Getreideprodukten sowie in Trinkwasser enthalten sein.

Bisher war bekannt: In Reis kann sich krebserregendes Arsen ansammeln, weil Rückstände davon in Atmosphäre, Boden und Wasser enthalten sind. Gerade Kleinkinder, die häufig zum Beispiel Reiswaffeln essen, sind betroffen. Daher sollten Kinder nur gelegentlich Reisprodukte zu sich nehmen.

Neue Studien zeigen nun, dass die Gesamtbelastung durch Arsen in Europa insgesamt zu hoch ist. Nicht nur Reis, sondern auch andere Lebensmittel wie Milch- oder Getreideprodukte sind mit Arsen belastet. Mehr dazu (368 KB)

Deutschland: Reis häufig mit Arsen belastet (244 KB)

 

17.01.2016 - derstandard.at - Zuckerberg als Pulverfass

Zuckerberg als Pulverfass-kVon Till Hein - Zucker macht süchtig und krank, behaupten Experten. – Wie gefährlich ist der Süßmacher?

Wer dem amerikanischen Kinderarzt Robert Lustig glaubt, muss sich ernsthaft Sorgen machen. Der Ernährungsexperte von der University of California in San Francisco warnt vor einem Genussmittel, das wir alle lieben, weil es so verführerisch süß schmeckt. "Zucker ist Gift!", behauptet Lustig. Er meint das völlig ernst.

 Dass zu viel Schokolade oder Gummibärchen den Zähnen nicht guttun, weiß jedes Kind. Und wohl niemand würde behaupten, dass Zuckerwatte und Cornetto beim Abnehmen helfen. Robert Lustig aber hält Karies und Gewichtsprobleme nur für die Spitze des Eisbergs. Mehr dazu (440 KB)

 

15.01.2016 – WAZ - Das große Sterben

Berlin. Das Insektensterben ist ein gesellschaftliches Problem, sagt Professor Randolf Menzel: „Wir müssen uns die Frage stellen: In welcher Umwelt möchten wir leben? In einer von Menschen gemachten, in der Pflanzen nur noch in Gewächshäusern entstehen?“ Randolf leitet als emeritierter Professor eine neurobiologische Arbeitsgruppe an der Freien Universität Berlin und erforscht dort auch das Verhalten der Honigbiene. Sie ist eines von vielen bestäubenden Insekten, deren Zahl in Deutschland beständig zurückgeht. Einen bedeutenden Anteil daran sollen extrem toxische Insektizide haben. „Dabei ist die Honigbiene noch das robusteste unter den bestäubenden Insekten, weil sie im Menschen einen Verbündeten hat und sozial lebt“, erklärt Menzel.

Nahrungskette in Gefahr

Anders ist es bei der Wildbiene, bei Schmetterlingen oder Hummeln. Es gibt keine Imker, die ihren Bestand schützen, und sie haben kein Volk, das ihnen Schutz gibt. Die Lage scheint dramatisch: Eine aktuelle Untersuchung des Naturschutzbundes (Nabu) Deutschland kommt zu dem Ergebnis, dass allein in Nordrhein-Westfalen die Biomasse der Fluginsekten um 80 Prozent in den vergangenen 15 Jahren zurückgegangen ist. Beängstigend, nennt der Landesvorsitzende des Nabu Nordrhein-Westfalen, Josef Tumbrinck, die Beobachtungen. „Wenn uns die Fluginsekten fehlen, gerät die gesamte Nahrungskette in Gefahr: Blumen und Bäume werden nicht mehr bestäubt, und Mauerseglern und Schwalben fehlt die Nahrungsgrundlage.“ Mehr dazu (40 KB)

 

23.11.2015 – jw - »Glyphosat wird massenhaft eingesetzt«

Glyphosat wird massenhaft eingesetzt-kBei der Risikobewertung von Herbiziden müssen deren Zusammenspiel und Wechselwirkungen eine größere Rolle spielen. Gespräch mit Sophia Guttenberger

Interview: Interview: Ralf Wurzbacher - Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit, EFSA, hat in der Vorwoche »Entwarnung« für den Einsatz des Unkrautvernichters Glyphosat gegeben, über dessen Neugenehmigung in der EU derzeit verhandelt wird. Es sei »unwahrscheinlich«, dass von dem Herbizid eine krebserregende Gefahr ausgehe, erklärte die Behörde. Was bedeutet dieser Befund für das weitere Verfahren?

Die Empfehlung wird Grundlage sein für die Entscheidung der EU-Kommission, ob Glyphosat über den Sommer 2016 hinaus zugelassen wird oder nicht. Maßgeblich für die EFSA-Einschätzung ist wiederum ein Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung, BfR. Der ist offiziell noch unter Verschluss, aber Teile davon hat inzwischen der MDR veröffentlicht. Die BfR-Forscher kommen darin zu dem Schluss, dass Glyphosat höchstwahrscheinlich krebserregend und fruchtschädigend ist, dies allerdings nur bei unsachgemäßer Anwendung. Mehr dazu (48 KB)

 

21.10.2015 – fr-online - Pestizid-Cocktails in deutschen Äpfeln

Pestizid-Cocktails in deutschen AEpfeln-kVon Joachim Wille - Die Umweltschutzorganisation Greenpeace lässt Obst auf Schadstoffe untersuchen. Das Ergebnis ist alarmierend: Die Forscher finden regelrechte Pestizid-Cocktails in deutschen Äpfeln. Fast neun von zehn konventionell angebauten Früchten sind belastet. Bio-Äpfel schneiden gut ab.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat Äpfel aus Supermärkten und Discountern in elf europäischen Ländern untersuchen lassen. Ergebnis: Rückstände von Pestiziden fanden sich in 83 Prozent der konventionell produzierten Ware, bei 60 Prozent waren sogar zwei bis acht Wirkstoffe nachweisbar. Alle gemessenen Werte lagen den Angaben zufolge zwar unter den gesetzlich zulässigen Höchstmengen.

Greenpeace hält das Ergebnis trotzdem für bedenklich. „Die Pestizid-Grenzwerte gelten nur für einzelne Substanzen, nicht für Belastungen durch mehrere Wirkstoffe. Deren Wechselwirkungen sind weitgehend unbekannt“, kommentiert die Organisation. Die ebenfalls untersuchten Äpfel aus Bio-Landwirtschaft waren frei von Rückständen. Mehr dazu (173 KB)

 

12.10.2015 – derstandard.at - Diabetes: Fastfood als Fluch

Diabetes Fastfood als Fluch-kVon Peter Illetschko - Diabetes verbreitet sich überall explosionsartig – besonders in der Dritten Welt fehlen Wissen und lebensnotwendige Medikamente

Nur ein Blick auf die Entwicklung der Zahlen macht klar, mit welch großem Problem man es hier zu tun hat: 387 Millionen Menschen leben laut International Diabetes Federation (IDF) derzeit weltweit mit der Zuckerkrankheit. Im Jahr 2000 waren es noch 150 Millionen, 2035 werden es wohl mehr als 590 Millionen Patienten sein. Diabetes ist also längst zu einer Epidemie geworden – einer Krankheit, die nicht übertragbar ist, die sich aber dennoch scheinbar ungehemmt und rasch ausbreitet. Mehr dazu (600 KB)

 

19.08.2015 - derstandard.at - Aquakulturen stillen zunehmend unseren Fischhunger

Aquakulturen stillen zunehmend unseren Fischhunger-kNahrungs- und Futtermittelkonzerne rüsten sich weltweit mit Zukäufen für das wachsende Geschäft

New York/Wien – Seit 2014 wird laut der Welternährungsorganisation (FAO) mehr Fisch aus Aquakulturen als aus dem offenen Meer gegessen. Steigende Einkommen in Schwellenländern und der damit einhergehende Wunsch nach gesunder Ernährung werden den Fischkonsum bis 2030 weltweit auf 261 Millionen Tonnen anwachsen lassen, prognostiziert die UN-Organisation. Diese Menge wird um geschätzte 50 Millionen Tonnen höher liegen, als in Ozeanen und Flüssen verfügbar ist. Die wachsende Nachfrage lässt Konzerne bereits ihre Netze auswerfen, um sich durch Übernahmen für das zu erwartende Geschäft zu rüsten. Mehr dazu (180 KB)

 

12.08.2015 - derstandard.at - Nestlé: Maggi-Krise weitet sich aus

Maggi-Krise weitet sich aus-kVon Christine Möllhoff - In der Maggi-Affäre erhöht Indien den Druck auf Nestlé: Nach dem Verkaufsverbot für die beliebten Tütennudeln will die Regierung nun 90 Millionen Euro Schadenersatz

Mit dem Slogan "Taste Bhi Health Bhi", übersetzt etwa "Ebenso schmackhaft wie gesund", pries Nestlé in Indien jahrelang seine Maggi-Tütennudeln an. Der vollmundige Werbespruch könnte den Konzern nun teuer zu stehen kommen. Bereits Anfang Juni hatte Nestlé das beliebte Fertiggericht vom Markt nehmen müssen, weil Tester angeblich erhöhte Blei- und Glutamatwerte fanden. Nun verlangt Indiens Regierung auch noch Schadenersatz in Höhe von umgerechnet etwa 90 Millionen Euro – wegen Irreführung. Mehr dazu (224 KB)

 

30.07.2015 - jw - Reserve wird aufgebraucht

Reserve wird aufgebraucht-kAntibiotika, die bedeutend für Therapie beim Menschen sind, vermehrt in Tiermast eingesetzt – Resistenzrisiko steigt dadurch

Von Claudia Wrobel - Die Meldung aus dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit ist nur auf den ersten Blick eine durchweg positive: Am Dienstag nachmittag berichtete die Behörde, dass der Einsatz von Antibiotika in der Landwirtschaft zurückgegangen sei. Im Jahr 2014 wurden demnach in der Tierhaltung 1.238 Tonnen der Medikamente verabreicht, was rund 15 Prozent weniger sind als im Vorjahr. Im Vergleich zur ersten Erfassung 2001 ist der Verbrauch um mehr als ein Viertel gesunken. Allerdings verschleiert der vermeldete Rückgang, dass vor allem bei den Medikamenten, die laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine »hohe Bedeutung für die Therapie beim Menschen« haben, ein Zuwachs zu verzeichnen ist.

So kritisiert unter anderem der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) die häufigere Verwendung sogenannter Reserveantibiotika im Stall. Obwohl die Bundesregierung angekündigt habe, strengere Regeln für deren Einsatz zu erlassen und die Aufzeichnung des Verbrauchs ein Bestandteil dieser Strategie sein soll, betrachtet die Organisation den eingeschlagenen Weg als falsch. »Minister Christian Schmidt schaut bislang tatenlos nach Brüssel, von wo sogar noch Aufweichungen der bestehenden Regeln für Antibiotika im Futter drohen«, sagte die BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning laut Presseerklärung. Mehr dazu (42 KB)

 

13.07.2015 – sueddeutsche.de – Cibus-Raps: Gentechnik im Tarnmodus

Gentechnik im Tarnmodus-kEine neue Rapssorte der US-Firma Cibus sorgt für Streit in Europa. Bislang ist unklar, ob die Pflanze unter die europäische Gentechnik-Gesetzgebung fällt oder nicht.

Die Technik ähnelt einer klassischen Züchtung: Im Erbgut der Pflanzenzellen werden Mutationen ausgelöst. Dies geschieht mithilfe künstlich erzeugter DNA-Abschnitte, sogenannter Oligonukleotide.

Kritiker befürchten, die Technologie könne die Kennzeichnungspflicht für die Grüne Gentechnik im Handel aushebeln.

Von Christoph Behrens - Eine neue Technik zur Manipulation von Pflanzenzellen befeuert den Streit zwischen Gegnern und Befürwortern der Grünen Gentechnik. Die Kritiker fürchten, dass dank der Methode bald gentechnisch veränderte Lebensmittel ohne Kennzeichnung in den Handel gelangen könnten. Die Befürworter betrachten das Verfahren gar nicht als Gentechnik, weil es zwar Mutationen im Pflanzen-Erbgut auslöst, aber keine fremden Gene hinzufügt. Mehr dazu (94 KB)

 

22.06.2015 – idw - Giftcoctails im Sediment:

Gestartete Forschungsreise soll Aufschluss bringen

Giftcoctails im Sediment-kDr. Katharina Jeorgakopulos Presse und Kommunikation - Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg

Eine Forschergruppe untersucht derzeit auf einer jüngst gestarteten Forschungsreise Mikroplastik als Schadstoffsammler in Flüssen und Küstengewässern. Mikroplastik in Flüssen könnte für Menschen schädlicher sein als bisher angenommen, da insbesondere Mikroplastikteilchen auf ihrem Weg durch Flüsse und Meere weitere Giftstoffe an sich binden, die dann letztendlich über Meerestiere wieder vom Menschen aufgenommen werden könnten.

Ein Forschungsteam der HAW Hamburg unter der Leitung Prof. Dr. Gesine Witt untersucht derzeit in großen Flüssen und in Küstennähe von Nord- und Ostsee die Konzentration von Schadstoffen im Sediment, die sich an Mikroplastikteilchen angelagert haben. Speziell an der Hochschule entwickelte Schadstoffsammler – das sind in diesem Fall trinkbechergroße Kupfer-Gefäße, die mit mikroskopisch kleinen Silikonfasern bestückt sind – reichern die Umweltgifte an.

HAW-Forscherteam kooperiert mit führenden deutschen Universitäten und Forschungsinstituten: Mehr dazu (600 KB)

 

16.06.2015 - derstandard.at - Pestizide auf Europas Apfelplantagen gefunden

Pestizide auf Europas Apfelplantagen gefunden-kAuch in Österreich verbotene Gifte entdeckt

Wien - Cocktails mit bis zu 13 verschiedenen Pestiziden belasten Böden und Wasser von Apfelplantagen in Europa. Das hat die Analyse von 36 Wasser- und 49 Bodenproben in zwölf europäischen Ländern durch Greenpeace ergeben. In Österreich wurden je drei Wasser- und Bodenproben genommen, vier davon wiesen nach Angaben der Umweltschutzorganisation Rückstände auf.

"Von den 53 Wirkstoffen, die europaweit gefunden wurden, werden acht Wirkstoffe als hoch toxisch für Bienen eingestuft, beispielsweise Chlorpyrifos-methyl bzw. Chlorpyrifos-ethyl, welche in einer Boden- und in zwei Wasserproben in Österreich nachweisbar waren", erklärte Huem Otero, Landwirtschaftssprecherin von Greenpeace in Österreich, zu den Ergebnissen des Reports "Der bittere Beigeschmack der europäischen Apfelproduktion", die am Dienstag veröffentlicht wurden. Mehr dazu (204 KB)

Link zur Studie:

"Der bittere Beigeschmack der europäischen Apfelproduktion" (3,6 MB)

 

05.06.2015 – fr-online.de - Nestlé - Maggi-Nudeln mit Blei

Nestlé - Maggi-Nudeln mit Blei-kVon Willi Germund - Das neben Reis und Linsen am häufigsten konsumierte Gericht ist vorläufig tabu: Nestlé nimmt die in Indien beliebten Instant-Nudeln aus den Regalen.

Indiens Zwei-Minuten-Mütter brauchen möglichst flott eine Alternative, wenn sie wie gewohnt tagsüber kochen wollen oder sollen. Denn das neben Reis und Linsen am häufigsten konsumierte Gericht ist vorläufig tabu. Erstmals seit der Einführung im Jahr 1983 holte der Nestlé-Konzern seine beliebten Maggi Instantnudeln aus den Regalen von Hunderttausenden von Supermärkten, Kramläden und Verkaufsbuden. „Unser Produkt ist sicher für den Konsum“, erklärte der Schweizer Konzern, „aber angesichts der Kontroverse haben wir uns zu diesem Schritt entschlossen.“

Delhi und mehrere andere Bundesstaaten verboten vorübergehend den Verkauf der zu einem Grundnahrungsmittel gewordenen Instantnudeln, weil Lebensmittel-Kontrolleure in einigen Paketen bedenklich hohe Blei-Konzentrationen gefunden hatten.

Indien-Veteran Nestlé, der seit 1912 auf dem Subkontinent von Büchsenmilch über Muttermilchersatz bis zu Flaschenwasser oder Instantnudeln verkauft, arbeite mit den Behörden zusammen, sagte Nestlé-Chef Paul Bulcke am Freitag. Trotzdem ist Vorsicht geboten. Schließlich warnte ein Gericht sogar sonst eher unberührbare Bollywood-Stars: Wer für unsichere Produkte wirbt, kann in Mithaftung genommen werden. Sie hatten die mahlzeitgerechten Packungen als „gesunde“ Nahrung gepriesen, obwohl die Instantnudeln im wahrsten Sinne des Wortes zur Kategorie „Fast Food“ gehören. Nestlé hofft wohl, dass sich die Aufregung bald legt und verzichtet vorübergehend auf den Verkaufsschlager. Mehr dazu (1,9 MB)

 

22.05.2015 – sueddeutsche.de - Bayern-Ei-Skandal - Auf Eiersuche

Auf Eiersuche-kBio-Eier? Freilaufende Hühner? Im niederbayerischen Gäuboden kann man danach lange suchen. Hier dominiert inzwischen die industrielle Landwirtschaft mit all ihren Risiken. Eine Fahrt durchs Land der Mega-Ställe.

Von Christian Sebald und Wolfgang Wittl, Straubing

Die Henne? Oder das Ei? Die Frage, wer zuerst war, lässt sich in Niederbayern noch schwerer ergründen als anderswo. Von beidem gibt es mehr als genug - in einer Zahl, wie sie vor Jahrzehnten undenkbar schien und auch heute gerne verdrängt wird, würden nicht Skandale wie um die Firma Bayern-Ei sie für einen Augenblick in die Öffentlichkeit rücken.

Wer den Gäuboden, Bayerns fruchtbarste Landschaft, auf einer Spurensuche von Norden nach Süden durchzieht, fängt am besten in der Nähe von Mitterfels an. Das Internet verweist auf einen Naturlandhof, dessen Betreiber gesunde Eier sogar zum Verbraucher fährt. Offenbar jedoch nicht die eigenen. Die reichen gerade für den Hausgebrauch, erklärt die Bäuerin. Man besitze nur ein paar Hühner, ein anderer Biohof in der Nähe sei ihr nicht bekannt. Aber vielleicht wisse man im Ort ja mehr. Mehr dazu (520 KB)

 

19.05.2015 – derstandard.at - Was Fast Food im Darm macht

Was Fast Food im Darm macht-kNach 14 Tagen Junkfood: Einer Studie zufolge kam es zum Anstieg von Darmbakterien, die mit einem erhöhten Darmkrebs-Risiko in Verbindung gebracht werden

Das Forschungsprojekt klingt simpel: 20 in den USA lebende Afro-Amerikaner und 20 Personen im ländlichen Südafrika tauschen für zwei Wochen ihre Speisepläne. Die Wissenschaftler wollen damit herausfinden, wie sich die Ernährungsumstellung auf den Dickdarm und das Risiko einer Krebserkrankung auswirkt. Das Ergebnis: Der Verzehr von traditioneller, ballaststoffreicher afrikanische Kost kann das Risiko von Dickdarm-Krebs beachtlich reduzieren. Mehr dazu (215 KB)

 

03.05.2015 - derstandard.at - Arzneimittel-Rückstände bei Fischen aus Aquakulturen

Bei Kontrollen in Deutschland wurde Antiparasitikum Malachitgrün sowie Antibiotika und Antiseptika nachgewiesen

Berlin - Der deutschen Bundesregierung liegen einem "Spiegel"-Bericht zufolge alarmierende Zahlen über antimikrobielle Arzneien in Fisch- und Krustentierprodukten aus Zuchtbetrieben vor. Bei Kontrollen im Rahmen des Europäischen Schnellwarnsystems für Lebensmittel meldeten die Prüfer des Bundes in 183 Fällen Nachweise von pharmakologisch wirksamen Stoffen, berichtet das Magazin in der aktuellen Ausgabe. Mehr dazu (44 KB)

 

30.04.2015 – sueddeutsche.de - Fleischwirtschaft: Die Schlachtordnung

Die Schlachtordnung-kIn einer idyllischen Gegend in Niedersachsen wird im Sekundentakt geschlachtet, immer schneller, immer billiger, immer schmutziger. Erledigt wird das Gemetzel von einer Geisterarmee aus Osteuropa.

Von Anne Kunze - Der Herbert-Riehl-Heyse-Preis 2015 geht an Anne Kunze von der "Zeit"

Die 34-jährige Journalistin erhält die Auszeichnung für ihren Text "Die Schlachtordnung", der am 11. Dezember 2014 im Wirtschaftsteil der Wochenzeitung erschienen ist. Kunze schreibt zu sozialen, ökonomischen und ökologischen Themen. Ihr preisgekrönter Text beschreibt in ebenso furioser wie beklemmender Weise die Ausbeutung der Arbeiter in der Fleischindustrie. Ihr Text sei, so die Jury, ein Beispiel für "eindringlichen, unter die Haut gehenden Journalismus". Es sei ein Text, "der den Leser umtreibt" und der die Politik umtreiben müsse. Der Preis wird am 30. April im Foyer des Verlagshauses der SZ in München verliehen.

Such dir eine Mulde im Boden, über die der Wind hinwegweht und dich nicht erreicht.

Such dir einen Ort, an dem viele Bäume eng nebeneinanderstehen, sodass kein Mensch hindurchschauen kann.

Stülpe Plastiksäcke über deine Hosenbeine.

Zieh alles an, was du hast.

Hab keine Angst vor der Dunkelheit.

Hab keine Angst vor Tieren.

Das sind Emilians Regeln. Man müsse sie befolgen, sagt er, sonst könne man im niedersächsischen Wald nicht überleben. So redet Emilian, ein Arbeiter aus Rumänien, mit Fremden, die nichts wissen über diese Gegend in Niedersachsen, wo die Orte Vechta heißen, Ahlhorn, Cloppenburg oder Quakenbrück. Schau dir die harmlos wirkenden Dörfer an, sagt Emilian, die roten Klinkerhäuser, das herausgeputzte Fachwerk. Ich zeige dir die Straßen, sagt er, auf denen ich nachts mit dem Rad hin- und herfahre, immer nur hin und her, damit ich nicht friere. Bis morgens um halb fünf mache ich das so, sagt Emilian, dann muss ich in den Schlachthof: Puten die Brust aufschneiden, Fett herausholen. In dieser Gegend, wo die Orte Oldenburg heißen, Garrel, Essen, Visbek oder Badbergen, haben Männer wie Emilian einen Namen. Waldmenschen. Sie schlafen in Mulden unter Bäumen, ohne Dächer und ohne Schutz, sie decken sich mit Blättern zu. Sie liegen da zusammengekauert wie wilde Tiere. Mehr dazu (160 KB)

 

03.03.2015 – fr-online.de - Welche Lebensmittel schnell abhängig machen

Welche Lebensmittel schnell abhaengig machen-kPizza, Schokolade, Chips und Eis wirken wie Drogen: Eine Studie legt nahe, dass Lebensmittel mit zugesetzten Fetten und Zucker abhängig machen können. Das sind die Top Ten der Süchtigmacher.

Kann Essen süchtig machen? Ja natürlich, würden viele wohl antworten. Ein Leben ohne Schokolade oder die Pizza vom Lieblingsitaliener? Schwer vorstellbar. Aber können bestimmte Lebensmittel tatsächlich im wortwörtlichen Sinne abhängig machen, also wirken wie eine Droge? US-Wissenschaftler glauben jetzt, Belege dafür gefunden zu haben, wie sie in ihrer kürzlich im Fachmagazin PLOS ONE erschienenen Studie schreiben.

Blutzucker steigt schnell an - Die Forscher um Nicole M. Avena vom Obesity Research Center in New York gehen von Gemeinsamkeiten zwischen stark verarbeiteten Lebensmitteln und Drogen aus. Es gebe Anhaltspunkte für Parallelen zwischen den Auswirkungen des Konsums von Nahrungsmitteln wie Pizza oder Schokolade und typischem Suchtverhalten. Entscheidend sei der hohe Zusatz von Fetten und von Kristallzucker in den Produkten, der den Blutzucker schnell und stark ansteigen lässt. Mehr dazu (1,4 MB)

 

22.02.2015 – fr-online.de – Food-Lieferservices: Klicken statt Kochen

Klicken statt Kochen-kVon Christian Schlüter - Digitale Food-Lieferservices sind ein globaler Wachstumsmarkt. Sie wandeln Essen und seine Verteilung in abstrakte Datensätze um. Die Frage, wer es wo und aus was zubereitet hat, verstummt aber zusehends.

Schon mal das Wort Bimmel-Bolle gehört? Mit ihm verbindet sich nicht nur die Erfolgsgeschichte eines Berliner Unternehmers, sondern auch eine ganz besondere Dienstleistung. Carl Andreas Julius Bolle betrieb seit Ende der 1870er Jahre in der Nähe des Zoologischen Gartens einen kleinen Milchausschank, heute würden wir das wohl Milchbar nennen. Und weil der Mann schnell bemerken musste, dass ihm während der ungemütlichen Wintermonate die Laufkundschaft ausblieb, begann er mit der Auslieferung seiner Milch bis vor die Haustür der Berliner. Ein enormer Bequemlichkeitsgewinn für die Menschen, der sich alsbald auszahlte: Die 1881 gegründete „Provincial-Meierei C. Bolle“ sollte in den folgenden Jahren den Milchmarkt der Hauptstadt beherrschen. Zeitweise zogen bis zu 250 Milchwagen – jeweils mit einem Kutscher und einem Milchmädchen besetzt – bimmelnd durch die Straßen und prägten bis in die 1930er Jahre das Stadtbild.

Aber Milch war gestern. Heute eilen Pizza-, Sushi- und Burrito-Boten durch die Städte. Fertiggerichte aller Art, vor allem Junkfood, aber auch kulinarische High-End-Produkte bis zum fertig ausgestatteten Candlelight-Dinner werden nach Hause geliefert. Wieder ein enormer Bequemlichkeitsgewinn, denn niemand muss hier noch auf einen Bimmel-Bolle warten, bestellt wird mit minutengenauen Terminabsprachen per Telefon und vor allem Internet. Mehr dazu (1,4 MB)

 

12.01.2015 – Fr-online.de – Discounter: Krankheitserreger im Putenfleisch

Discounter Krankheitserreger im Putenfleisch-kVon Pamela Dörhöfer - Stichproben des Bundes für Umwelt und Naturschutz zeigen: Putenfleisch aus Discountern ist häufig mit antibiotikaresistenten Keimen belastet.

Putenfleisch von Discountern ist häufig mit gefährlichen Krankheitserregern belastet. Bei Stichproben von Aldi, Lidl, Netto, Penny und Real fand der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in 88 Prozent der gekauften Produkte antibiotikaresistente Keime, darunter den Krankenhauskeim MRSA und Darmbakterien, die eine sogenannte ESBL (Extended Spectrum Beta-Lactamase)-Infektion auslösen. Das Putenfleisch hatten die Mitarbeiter des BUND bei Märkten in und um Berlin, Hamburg, Frankfurt, Mannheim, Köln, Stuttgart, Leipzig, Hannover, Göttingen, Dresden, München und Nürnberg eingekauft. Insgesamt untersuchten sie knapp 60 Stichproben. Mehr dazu (44 KB)

 

23.11.2014 – bazonline.ch - Antibiotika-Verbot bei der Produktion von Nahrungsmitteln

Antibiotika-Verbot bei der Produktion-kAntibiotikaresistenzen seien die «grösste biologische Bedrohung für die Schweizer Bevölkerung, schreibt eine Fachkommission des Bundes – und fordert radikale Änderungen in der Tierhaltung.

Der Einsatz von Antibiotika zur Wachstums- und Leistungsförderung ist in der Schweiz bereits seit 1999 verboten. Die Eidgenössische Fachkommission für biologische Sicherheit (EFBS) schlägt nun einen generellen Stopp für Antibiotika in der Nahrungsmittelproduktion vor. Dies geht aus einem Strategiepapier hervor, über das die «SonntagsZeitung» berichtete und das der Nachrichtenagentur sda vorliegt. Durch den übermässigen Einsatz von Antibiotika breiten sich resistente Bakterien aus. Eine Fachkommission des Bundes fordert nun, dass in der Schweizer Nahrungsmittelproduktion ganz auf Antibiotika verzichtet werden soll.

Daneben empfiehlt die Expertenkommission weitere Massnahmen für die Landwirtschaft und die Nutztierhaltung: Dazu gehören die Zucht robuster Tierarten, gesunde Haltungsformen sowie der Verzicht auf die Durchmischung von Beständen. Um den Wandel zu beschleunigen, fordern die Experten ein spezielles Label für eine Antibiotika-freie Fleischproduktion. Subventionen sollen zudem von der Abwesenheit resistenter Keime in Ställen abhängig gemacht werden.

Die Kommission bezeichnet Antibiotikaresistenzen als «grösste biologische Bedrohung für die Gesundheit der Bevölkerung in der Schweiz». Das Problem steht auch beim Bund weit oben auf der Prioritätenliste: Mehrere Bundesämter erarbeiten derzeit eine nationale Strategie, die bis Ende 2015 vorliegen soll. Sie umfasst die Bereiche Mensch, Tier, Landwirtschaft und Umwelt. Mehr dazu (144 KB)

 

 

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