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Mafia in Weiss

Seine Niere - Deine Niere - aber nur gegen Bakschisch für Herrn Professor

02.08.2018 – Mail - Mitmach-Aktion / Termin 10.08.2018 / Streik in Düsseldorf

Von:

Axel Köhler-Schnura

Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)

ethecon Stiftung Ethik & ᅱkonomie

Eilt / direkt weitersenden

Antwort an mich bitte bis zum 10. August

Zu den Streiks im Gesundheitswesen

Meine Bitte

verbreiten Sie diesen Offenen Brief und die damit verbundene Bitte um Unterstützung rasch weiter. 

- an Freundinnen und Freunde und alle, die davon wissen sollten

- insbesondere an aktuelle und/oder ehemalige PatientInnen der Uni Klinik Düsseldorf

Ich melde mich als Gründungsmitglied und Vorstand der CBG und von ethecon.

Ich bin ehemaliger Patient der Uni Klinik Düsseldorf.

Ich bitte andere aktuelle oder ehemalige PatientInnen darum, und den Offenen Brief (siehe weiter unten) zu unterstützen.

Melden Sie sich bitte bis spätestens 10. August 2018 bei mir:

Axel Köhler-Schnura

Coordination gegen BAYER-Gefahren (CBG)

ethecon Stiftung Ethik & ᅱkonomie

eMail           axel@koehler-schnura.de

Fon              0211 - 26 11 210

Fax              0211 - 26 11 220

 

In ganz Deutschland befindet sich seit mehreren Jahren Klinikpersonal in Arbeitskämpfen.

Hintergrund sind die verheerenden Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern. Überstunden, Arbeitshetze, Überlastung, Unterbesetzung, Minimal-Entlohnung.

Das alles zu Lasten der gesundheitlichen Versorgung und der Pflege der PatientInnen.

Es geht den kämpfenden KollegInnen hauptsächlich um mehr Personal und angemessene Entlohnung.

Damit geht es auch um das Wohl der PatientInnen.

Doch überall mauern die Klinikleitungen.

In Düsseldorf sind die KollegInnen der Uni Klinik seit Wochen im unbefristeten Streik.

Dieser Offene Brief sollen den Streikenden zeigen, dass sie nicht alleine sind und dass sie einen richtigen und auch einen gerechten Kampf führen.

Der Offene Brief soll in den Düsseldorfer Zeitungen veröffentlicht werden.

Bitte unterstützen Sie diese Aktion mit einer Spende „Offener Brief Uni Klinik“ an Postbank

Axel Köhler-Schnura

IBAN DE81 7601 0085 0189 0888 50

Die Aktionen werden vorfinanziert, Spenden sind auch nach dem 10. August noch erbeten und willkommen.

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Offener Brief (Entwurf)

von PatientInnen der Uni Klinik Düsseldorf

an die Leitungen der Uni Klinik Düsseldorf und ihrer Tochtergesellschaften

PatientInnen der Uni Klinik Düsseldorf auf der Seite des streikenden Personals

Für das Wohl der PatientInnen!

Angemessene Entlohnung und Personalausstattung.

Wir sind bzw. waren PatientInnen der Uni-Klinik Düsseldorf. Wir wissen die Arbeit der Schwestern und PflegerInnen, der Putz- und Haushaltskräfte, der PhysiotherapeutInnen und anderen medizinischen Kräfte, der Verwaltungsangestellten, der Ärztinnen und Ärzte und überhaupt aller, die den komplizierten, aber wichtigen Betrieb der Uni-Klinik am Laufen halten sehr zu schätzen.

Wir sind empört über die skandalöse Überlastung und Überforderung des Personals, über extrem mangelnde Entlohnung, über unhaltbare Arbeitsbedingungen. Wir verurteilen, dass die Leitungen der Uni Klinik und ihrer Tochter-Gesellschaften nicht dafür sorgen, dass genügend Personal zur Verfügung steht und in angemessener Sorgfalt und Qualität gearbeitet werden kann. Es ist ein Skandal, dass bei den Geschäftsführungen der Uni Klinik Düsseldorf und ihrer Tochter-Gesellschaften betriebswirtschaftliche Überlegungen - Wirtschaftlichkeit, Rendite und Profit - im Zentrum stehen und nicht das Wohl der PatientInnen.

Wir erklären uns solidarisch mit den Streikenden der Uni-Klinik Düsseldorf und ihrer Tochtergesellschaften und unterstützen die Forderungen nach einem Tarifvertrag, der

die Mindestpersonalausstattung regelt und für den Fall, wenn die Personalausstattung nicht eingehalten werden kann, einen Belastungsausgleich vorsieht.

der die Ausbildungsqualität verbessert und dafür sorgt, dass Auszubildende nicht zur Behebung von Mängeln bei der Personalausstattung eingesetzt werden können.

Wir fordern die Leitungen der Uni Klinik Düsseldorf und ihrer Tochtergesellschaften auf, die Forderungen des Personals zu erfüllen und damit für das Wohl der PatientInnen Sorge zu tragen.

Düsseldorf, den ................. (Datum der Veröffentlichung des Briefes nach dem 10. August)

Axel Köhler-Schnura

Schweidnitzer Str. 41, 40231 Düsseldorf

(Patient 2017)

Hier werden alle Anschriften eingesetzt, die als aktuelle oder ehemalige PatientInnen der Uni Klinik den Offenen Brief unterstützen wollen (bitte diese Bereitschaft bis zum 10.08.beim Absender der eMail bekunden).

Die Mail mit offenen Brief (840 KB)

 

08.06.2018 – UZ - Die Zeichen stehen auf Streik

Nach sieben Streiktagen für mehr Entlastung ging das Uniklinikum Düsseldorf in die Mediation – genützt hat es nichts. Der Vorstand der Uniklinik Düsseldorf stellte klar, dass es keinerlei Bereitschaft gibt, über Personalmengen und Festlegung von Standards zur Sicherstellung der Versorgung und zum Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu reden, geschweige denn, verbindliche Regelungen zu treffen. Folgerichtig erklärte die ver.di-Tarifkommission das Scheitern der Mediation und forderte den Vorstand des Klinikums erneut auf, in Verhandlungen für einen Tarifvertrag Entlastung einzutreten, was der Arbeitgeber Anfang Juni schriftlich abgelehnt hat. ver.di bereitet jetzt Arbeitskampfmaßnahmen an der Uniklinik Düsseldorf vor, um Tarifverhandlungen zu erzwingen. Die Streiks werden kommen.

Die DKP unterstützt die Demo zur Gesundheitsministerkonferenz

Am 20. Juni tagt Jens Spahn mit den Gesundheitsministern der Länder in Düsseldorf, um darüber zu entscheiden, wie die Pflege in diesem Land noch weiter kaputtgespart werden kann. Denn während das Geld für Rüstung und Militär fließt, wird unsere Gesundheit zur Ware und ist nur noch für den Meistbietenden zu haben.

Mittwoch, 20. Juni 2018,

ab 11.00 Uhr Ankommen und Auftakt

11.45 Uhr Start der Demonstration

13.00–15.00 Uhr Kundgebung am Ort der Gesundheitsministerkonferenz

Treffpunkt der DKP ist um 10.30 Uhr unter den Arkaden Friedrich-Ebert-Straße 45, ca. 100 m vom Düsseldorfer Hauptbahnhof.

Der Artikel in PDF (286 KB)

 

25.05.2018 – jw - Spahns schlechter Witz

Spahns schlechter Witz-kGesundheitsminister legt »Sofortprogramm« gegen Pflegenotstand vor. Kritiker bemängeln »Stückwerk« und fordern mehr Geld

Von Ralf Wurzbacher - Das durch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) angekündigte »Sofortprogramm« gegen den Pflegenotstand in deutschen Krankhäusern und Altenheimen stößt auf Kritik bei Gewerkschaften und Sozialverbänden. Der Aktionsplan sei »leider ein Witz«, beklagte am Donnerstag der Präsident der Diakonie, Ulrich Lilie. »Mit diesen 13.000 Symbolstellen gewinnen wir nichts in diesem Land«, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das Vorhaben werde die Bedingungen in der Pflege »nicht maßgeblich verbessern«, monierte Verena Bentele, Chefin des Sozialverbands VdK Deutschland. Der Paritätische Wohlfahrtsverband mahnte »weitere verbindliche Schritte« an. Andernfalls wären die Maßnahmen nicht mehr als ein »Trostpflaster«.

Spahn hatte am Mittwoch Eckpunkte eines Pakets vorgestellt, mit dem die Koalition ab 1. Januar 2019 für mehr Personal und bessere Arbeitsbedingungen in den Altenpflegeeinrichtungen sorgen will. Zentrales Ziel ist es demnach, 13.000 zusätzliche Stellen zu finanzieren. Angetreten war die Regierung mit dem Versprechen, 8.000 neue Arbeitsplätze zu schaffen. »Unsere Botschaft ist: Wir haben verstanden«, erklärte der Minister bei der Vorlage des Konzeptpapiers. »Und wir wollen die Spirale nun in die andere Richtung drehen.« Profitieren soll jede vollstationäre Altenpflegeeinrichtung. Für solche mit 120 Bewohnern soll es zwei Pflegestellen extra geben, für Häuser mit 81 bis 120 eineinhalb. Bei 41 bis 80 Heiminsassen soll es eine, bei 40 und weniger eine halbe Stelle geben. Mehr dazu (919 KB)

 

16.12.2017 – jw - Wirtschaftlich durch Betrug

Abtreibungsklinik in den Niederlanden pleite. Finanzierungskonzept fußte jahrelang auf falschen Abrechnungen

Von Gerrit Hoekman - Niederländerinnen, die eine Schwangerschaft abbrechen wollen, müssen sich auf deutlich längere Wartezeiten einstellen, bevor sie einen Termin bekommen. Der Grund: Casa, die größte Klinik für Schwangerschaftsabbrüche in dem Land, ist pleite. »Was Abtreibungsgegner mit ihren Protesten nie schafften, hat die größte Klinik in den Niederlanden in wenigen Monaten geschafft«, kommentiert die Volkskrant am Freitag. Fast die Hälfte der 31.000 Abbrüche pro Jahr fanden an ihren sieben Standorten statt.

Nachdem die Organisation bereits Anfang November Konkurs angemeldet hatte, scheiterte vor anderthalb Wochen ein Neustart der Kliniken in Rotterdam, Maastricht und Amsterdam. Damit hat die niederländische Hauptstadt das erste Mal seit 1970 keinen Ort mehr, an dem Frauen einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen können. Immerhin: Für das Krankenhaus in Rotterdam hat sich inzwischen ein Käufer gefunden, meldete die niederländische Nachrichtenagentur ANP am Dienstag. Die Gynaikon-Kliniken aus Roermond wollen den Casa-Standort nächste Woche wieder eröffnen. Mehr dazu (48 KB)

 

22.04.2016 - derstandard.at - Wie Geld Mediziner beeinflusst

Wie Geld Mediziner beeinflusst-kBlog Gerald Gartlehner - Pharmakonzerne unterwandern praktizierende Ärzte im großen Stil – zum Schaden von Patienten und Gesundheitssystem

 Skandalöse Praktiken existieren in der Pharmabranche genauso wie in anderen Wirtschaftsbereichen. So hielt etwa Tamiflu-Hersteller Roche jahrelang negative Studienergebnisse zurück. Sie zeigten, dass das angeblich gut wirksame Mittel die Dauer einer Grippe um nicht einmal einen Tag verkürzen kann. Inzwischen hatten Regierungen auf der ganzen Welt Milliarden ausgegeben, um riesige Vorräte davon für eine Schweinegrippe-Pandemie anzulegen. Mehr dazu (660 KB)

 

23.03.2016 – WAZ - Ärzte kassieren 34 Millionen Euro ab

Hamburg. Es ist der schillerndste Fall eines deutschen Ärztekrimis der vergangenen Jahre: In Hamburg hat der Prozess um einen mutmaßlichen Millionenbetrug im Gesundheitswesen begonnen – doch der vermeintliche Hauptverantwortliche ist in Dubai und hat nur seinen Anwalt geschickt. Und Dubai liefert ihn nicht aus. Der Radiologe Professor Dr. Wolfgang Auffermann, 59, der einer Duisburger Arztfamilie entstammt, soll die gesetzlichen Krankenkassen mit Komplizen um 34 Millionen Euro betrogen haben. Die Anklage stützt sich auf 51 Fälle von „banden- und gewerbsmäßigem Betrug“, alle mutmaßlich begangen zwischen 2011 und 2012.

Bei dieser Dimension, der Flucht Auffermanns nach der Pleite seines Praxisunternehmens Hanserad 2012 und dem Bangen um bundesweit über 300 Arbeitsplätze wirken die beiden mutmaßlichen Helfer Auffermanns vor dem Landgericht wie harmlose Gesellen. Haben der Apotheker Dr. S. und der frühere Geschäftsführer Dr. H. mit Auffermann eine Medizin-Mafia aufgezogen, um sich zu bereichern? Nein, alle unschuldig, ließen die Anwälte verlauten. Es habe keine illegalen Geschäfte gegeben. Mehr dazu (34 KB)

 

11.03.2016 – WAZ - Die Nebengeschäfte der Ärzte

Berlin. Viele Pharmakonzerne bezahlen Ärzte dafür, dass sie beobachten, wie ihre Patienten bestimmte Medikamente vertragen. Eine Erhebung des Recherchezentrums Correctiv zeigt, welches Ausmaß die Zahlungen an Ärzte erreicht haben und welche Präparate mit umstrittenen Studien in den Markt gedrückt werden sollen. Vor allem mit sogenannten Anwendungsbeobachtungen können Ärzte erstaunlich viel Geld nebenher verdienen, wenn sie ein bestimmtes Medikament verschreiben und ein paar Formblätter ausfüllen.

Diese Anwendungsbeobachtungen seien wissenschaftlich wertlos, sagt Deutschlands oberster Medizinprüfer, Jürgen Windeler. Er leitet das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und sagt, die Anwendungsbeobachtungen brächten „keinerlei Informationen über den Nutzen und die Wirksamkeit eines Medikaments“. Die Antikorruptionsorganisation Transparency International fordert ein Verbot der Beobachtungen, weil sie „legalisierte Korruption“ seien sowie „eine Gefahr für Patientinnen und Patienten“. Doch die Pseudostudien sind bei Ärzten anhaltend beliebt. Mehr dazu (36 KB)

 

05.03.2016 – jw - Der Stein rollt

Der Stein rollt-kCharité blockiert Tarifeinigung

Von Herbert Wulff - Es würde eine langwierige und harte Auseinandersetzung werden, das war den ver.di-Aktiven an der Berliner Charité bewusst. Erstmals wollen sie an einem deutschen Krankenhaus einen Tarifvertrag für mehr Personal erkämpfen. Um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und im Interesse einer guten Patientenversorgung. Doch immer wieder setzt das Management von Europas größtem Uniklinikum auf Verzögerung und Blockade.

Die neueste Wendung: Nach monatelangen Verhandlungen und vielen Kompromissen auf seiten der Gewerkschaft fordert der Charité-Vorstand plötzlich, bei der Mindestbesetzung des Pflegepersonals einen »Qualifikationsmix« einzubauen. Soll heißen: Tätigkeiten, die früher von examinierten Pflegekräften ausgeführt wurden, sollen künftig verstärkt von sogenannten Servicekräften erledigt werden. Das bedeutet nicht nur eine Abwertung und damit schlechtere Bezahlung der Arbeit auf den Stationen. Es würde sich auch auf das Pflegeniveau auswirken, da qualifizierte Krankenschwestern immer weniger Zeit am Patientenbett verbringen. Ganzheitliche Betreuung, wie sie die Krankenpflegeschüler an der Charité und anderswo gelehrt wird, ist so nicht möglich. Mehr dazu (38 KB)

 

05.03.2016 – jw - »Service« statt Pflege

Service statt Pflege-kUniversitätsklinik Charité weigert sich, zugesagte Mindestbesetzung der Stationen mit Fachkräften zu gewährleisten. Die sind ihr zu teuer

Von Claudia Wrobel - Die Krankenpflegeausbildung dauert drei Jahre – und das noch ohne die notwendige Spezialisierung. Die verantwortungsvolle Arbeit dieser examinierten Fachkräfte können allerdings auch nicht näher definierte »Servicekräfte« übernehmen, zumindest wenn es nach dem Willen der Leitung von Europas größtem Universitätsklinikum, der Berliner Charité, geht. Am Donnerstag informierte ver.di, dass die Gespräche über den Tarifvertrag »Gesundheitsschutz« festgefahren seien, weil der Gewerkschaft von der Gegenseite ebendieser Vorschlag präsentiert wurde. Die Verhandlungen dauern seit acht Monaten an und wurden im vergangenen Jahr von einem Streik begleitet. Die Beschäftigten fordern eine Mindestpersonalbemessung, also eine Festlegung, wie viele Pflegekräfte je nach Station für wie viele Patienten mindestens eingesetzt werden müssen. Bundesweit hat der Streik eine Debatte darüber angeheizt, eine solche Quote gesetzlich festzuschreiben.

Kalle Kunkel, ver.di-Gewerkschaftssekretär und Verhandlungsführer an der Charité, berichtete, dass man die Gespräche auf einem guten Weg sah, nachdem die Klinikleitung, wohl um den Streik beizulegen, zugesagt hatte, Einstellungen vorzunehmen und Details des Tarifvertrags parallel weiterzuverhandeln. »Anfang des Jahres präsentierte der Arbeitgeber aber mit einer neuen Forderung ein neues Konfliktfeld: Die Pflegepersonalbemessung soll auch nichtpflegerische Berufsgruppen enthalten«, so Kunkel. Die Charité wolle auch sogenannte Servicekräfte berücksichtigen. Allerdings sei das Berufsfeld nicht genauer definiert. Mehr dazu (42 KB)

 

12.01.2016 – jw - Operationen am offenen Geldbeutel

Operationen am offenen Geldbeutel-kSeit Jahresanfang gilt das Krankenhausstrukturgesetz. Über die Misere im Gesundheitssystem und wie es verbessert werden könnte

Von Marianne Linke - Jahreswechsel sind beliebte Anlässe, sich etwas zu wünschen. Schaut man sich im Freundeskreis oder bei einschlägigen Umfragen – wie die vom Meinungsforschungsinstitut Forsa vom 20. Dezember 2015 – um, rangiert bei den Befragten »Gesundheit« an erster Stelle, gefolgt von der »Hoffnung auf Verbesserung der gesellschaftlichen oder politischen Verhältnisse« – wobei sich die meisten »Frieden für die Welt« wünschen. Die Gesundheit hat also einen hohen Stellenwert – auch wirtschaftlich, denn immerhin betragen in der Bundesrepublik die Gesundheitskosten am Bruttoinlandsprodukt (BIP) relativ konstant etwa elf Prozent, wobei der Ausgabenanteil der gesetzlichen Krankenkassen am BIP bei 6,7 Prozent liegt.

Gesundheit ist uns also lieb und teuer! Teuer – ja, diesen Eindruck gewinnen wir unweigerlich beim Öffnen der Briefe, die uns dieser Tage die Krankenkasse schickt: Zusatzbeitragserhöhungen von 0,2 bis 0,6 Prozent. Vom GKV-Spitzenverband, der Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen, erfahren wir, dass dies erst der Anfang sei und der Zusatzbeitrag in den kommenden drei Jahren auf insgesamt 1,9 Prozent erhöht werden könnte. Ursache seien die hohen Kosten durch Gesetze, die im gerade zu Ende gegangenen Jahr vom Bundestag verabschiedet wurden: Präventionsgesetz, Hospiz- und Palliativgesetz und vor allem das Krankenhausstrukturgesetz schlagen bei den Beitragszahlern ordentlich zu Buche. Mehr dazu (75 KB)

 

08.01.2016 – WAZ - Medizin-Krimi um Mammografien in Essen

Medizin-Krimi um Mammografien in Essen-kEssen. Zwei Ärzte konkurrieren um die lukrativen Früherkennungs-Untersuchungen für Brustkrebs in Essen. Einige Kliniken befürchten weniger Überweisungen.

Um die Nachfolge der „Mammografie-Screenings“ in Essen ist ein Kampf entbrannt. Nachdem Dr. Karlgeorg Krüger sein Zentrum für Brustdiagnosen an der Hindenburgstraße geschlossen hat , konkurrieren zwei Ärzte um die Übernahme der millionenschweren Vorsorge-Aufgabe. Zu der werden alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen. Mehr dazu (290 KB)

 

21.11.2015 – sueddeutsche.de - Transplantationsskandal: Auch Köln und Jena betroffen

Transplantationsskandal - Auch Koeln und Jena betroffen-kAuch an den Uni-Kliniken in Köln und Jena wurden Patientendaten gefälscht, um sie in der Warteliste für Spenderorgane nach vorne zu bringen.

Die Mediziner wollten sich angeblich nicht bereichern, sondern handelten aus falsch verstandener Solidarität zu ihren Patienten.

Beide Kliniken beteuern, inzwischen seien Maßnahmen ergriffen worden, um erneute Manipulationen zu verhindern.

Von Christina Berndt - Uni-Kliniken Köln und Jena bestätigen die Vorwürfe

An zwei weiteren Universitätskliniken hat es Unregelmäßigkeiten bei Herz- und Lungentransplantationen gegeben. Das erfuhr die Süddeutsche Zeitung aus dem Umfeld der Prüfungs- und Überwachungskommission (PÜK), die für die Kontrolle der Transplantationszentren zuständig ist.

Betroffen sind das Universitätsklinikum Jena und das Universitätsklinikum Köln. In Jena wurden zwischen 2010 und 2012 bei 17 von 31 Herztransplantationen offenbar Patientendaten manipuliert; zudem haben Ärzte bei zehn von 28 Lungentransplantationen falsche Werte an die internationale Organverteilungsstelle Eurotransplant übermittelt, wohl um Patienten schneller mit einem Spenderorgan zu versorgen. Mehr dazu (53 KB)

 

25.08.2015 – sueddeutsche.de - Höhere Beiträge zur Krankenversicherung - Die Nächste, bitte!

Hoehere Beitraege zur Krankenversicherung-kEtliche Krankenkassen könnten ab 2016 höhere Zusatzbeiträge erheben als bislang.

Ende Juni, zum Abschluss des zweiten Quartals, betrug das Defizit der Krankenkassen Berichten zufolge zwischen 460 und 500 Millionen Euro.

SPD-Gesundheitspolitiker wollen nach der Sommerpause in der Koalition darüber sprechen, wie die Arbeitgeber stärker an den Kosten beteiligt werden können.

Von Kim Björn Becker - Ziemlich genau sieben Wochen sind es noch, ehe im Süden Bonns, unweit der Bundeskunsthalle, Experten zusammenkommen, um über die Deutschen und ihre Gebrechen zu reden. Der Schätzerkreis beim Bundesversicherungsamt ist ein Gremium im Dickicht des deutschen Gesundheitswesens, das es nur selten ans Licht der Öffentlichkeit schafft. Das dürfte vor allem daran liegen, dass dieses Gremium bloß einmal im Jahr so richtig in Erscheinung tritt: eben Mitte Oktober. Bei ihrer Herbstsitzung berechnen die Fachleute nämlich die zu erwartenden Einnahmen und Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für das kommende Jahr. Auf der Grundlage dieser Daten ermittelt das Bundesministerium für Gesundheit in Berlin bis Anfang November die neuen Zusatzbeiträge der Kassen. An diesem Punkt wird es dann für die meisten der 70 Millionen gesetzlich Versicherten in Deutschland interessant. Mehr dazu (50 KB)

 

25.07.2015 – jw - Zu zehnt gegen den Konzern

Zu zehnt gegen den Konzern-kDer Klinik- und Pflegeheimbetreiber Vivantes preist sich gern als Ausbildungsbetrieb. Seinen Altenpflegeschülern verweigert das Unternehmen aber einen Tarifvertrag. Doch die wehren sich – per Ausstand

Von Johannes Supe - Und plötzlich endet die Ruhe. Der Alarm schrillt. Hinter den Fensterscheiben der umliegenden Gebäude sieht man nun neugierig nach draußen blickende Menschen. Normalerweise hocken sie an ihren Schultischen und lernen hier, im Berliner Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen, einer Vivantes-Berufsschule in Neukölln. Doch jetzt gehört die Aufmerksamkeit der angehenden Pfleger jener kleinen Schar von Protestierenden, die im Park der Berufsschule steht. Mittendrin ist Maria mit ihrem Megafon. »Den Schalter hier könnte ich den ganzen Tag gedrückt halten«, sagt sie und deutet auf den Alarmknopf des Geräts. Doch die angehende Altenpflegerin mit braunem Haar und grau-blauen Augen lässt wieder Stille einkehren. Vorerst. Doch man wird sie wieder hören, denn kein Feuer, sondern ein Streik ist ausgebrochen.

Es ist ein Ausstand von Auszubildenden, der sich gegen Deutschlands größten kommunalen Klinikkonzern Vivantes richtet. Der betreibt neben Krankenhäusern auch Pflegeheime. Auf seiner Website wirbt das Unternehmen damit, »zu den größten Ausbildern im Gesundheitsbereich« zu gehören. An die 900 Ausbildungsplätze hat das Unternehmen zu Beginn des Jahres angeboten, über 700 davon in der Pflege. »Ein wichtiger Beitrag« gegen den Fachkräftemangel der Branche sei das, meint Berlins Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU). Mehr dazu (65 KB)

 

23.07.2015 – jw - »40 Jahre mit dem Rücken zur Wand gelebt«

40 Jahre mit dem Ruecken zur Wand gelebt-kGeschädigte fordern: Firma Grünenthal muss sich stärker an Leistungen für Conterganopfer beteiligen. Ein Gespräch mit Andreas Meyer

Interview: Jana Frielinghaus

Andreas Meyer ist einer von zwei Geschädigtenvertretern im Stiftungsrat der beim Bundesfamilienministerium angesiedelten Conterganstiftung

Am Dienstag hat im Bundesfamilienministerium zum 100. Mal die Conterganstiftung getagt. Im Vorfeld hatten Sie gegen den Entwurf einer neuen Geschäftsordnung aus dem Familienministerium protestiert, mit dem Sie die Rechte der Betroffenen eingeschränkt sehen. Was ist mit dem Entwurf passiert?

Er wurde nicht beschlossen, wir haben aber erreicht, dass ein Punkt des Entwurfs bereits ausgehebelt worden ist. Denn wir haben durchgesetzt, dass von den Ratssitzungen, wie schon früher gehandhabt, Verlaufsprotokolle angefertigt und eben nicht nur Beschlüsse dokumentiert werden, wie vom Ministerium gewünscht. Nach heftigem Protest unsererseits hat der Rat dies einstimmig beschlossen, das heißt, auch die im Gremium vertretenen Beamten aus dem Familien-, dem Sozial- und dem Finanzministerium haben dafür votiert. Mehr dazu (52 KB)

 

02.07.2015 - derstandard.at - Skandal um Implantate:

Frauen bangen um schon erhaltenen Schadenersatz

Skandal um Implantate-kCausa PIP: TÜV Rheinland erfüllte laut französischem Gericht die Kontrollpflichten und muss die im erstinstanzlichen Urteil aufgetragene Millionenzahlung nicht leisten

Aix-en-Provence/Wien – Der TÜV Rheinland ist im Skandal um minderwertige Brustimplantate der französischen Firma PIP erfolgreich gegen eine Verurteilung zu Schadenersatz vorgegangen. Das Berufungsgericht der südfranzösischen Stadt Aix-en-Provence kassierte am Donnerstag ein Urteil der ersten Instanz, das den TÜV zur Zahlung von Millionen Euro an betroffene Frauen verurteilt hatte.

Der Skandal um die französische Firma Poly Implant Prothese (PIP) war 2010 bekannt geworden: PIP hatte seine Brustimplantate statt mit Spezial-Silikon mit billigerem Industriesilikon befüllt, die Polster reißen leichter und können Entzündungen auslösen. Mehr  dazu (210 KB)

 

22.06.2015 – jw - »Die Klinikhetze nimmt man in die Freizeit mit«

Die Klinikhetze nimmt man in die Freizeit mit-kDie Berliner Charité setzt zu wenig Personal für immer mehr Patienten ein. Viele Pfleger halten das nicht lange aus. Ein Gespräch mit Grit Wolf

Interview: Johannes Supe - Grit Wolf (36) ist seit 2003 Gesundheits- und Krankenpflegerin an der Berliner Charité. Sie arbeitet in der Neurologie

Am Montag tritt die Belegschaft der Berliner Charité in den Streik. Auch Sie beteiligen sich am Ausstand. Aus Abneigung gegen Ihren Beruf?

Nein, den liebe ich. Ich kümmere mich um Menschen und kann dazu beitragen, dass ihre Genesung gelingt. Für die Patienten ist der Aufenthalt im Krankenhaus eine Ausnahmesituation – und ich kann sie dabei begleiten. Das macht mir Freude. Aber meine Arbeitsbedingungen sind so schlecht, dass ich sie ändern will. Wir haben immer mehr Patienten. Doch von der Klinikleitung wird das Personal reduziert. Das führt zu Abstrichen in unserer Arbeit. Und es macht mich einfach wütend, wie wir die Patienten teilweise vernachlässigen müssen.

Wie ist denn der Umgang mit den Erkrankten?

Wir betreiben die Grundpflege, also wir waschen, kämmen, rasieren, kleiden und so weiter. Auch um Ausscheidungen, also Stuhl und Urin, kümmern wir uns. Und wir übernehmen ihre medikamentöse Versorgung. Aber oft kommen wir schon bei Kleinigkeiten ins Grübeln: Habe ich die Zeit, jemandem mehrmals in meiner Schicht Getränke anzureichen, oder gebe ich ihm eine Infusion? Einfach rein, die Infusion dran und wieder raus, das spart Zeit. Therapeutisch ist das natürlich grenzwertig. Mehr dazu (45 KB)

 

22.06.2015 – jw - Patientengefährdung

Patientengefaehrdung-kPrekäre Personalsituation an Berliner Charité birgt Risiken für Kranke und Beschäftigte. Klinikleitung reagiert kaum, wenn Missstände angezeigt werden. Unbefristeter Streik ab Montag

Von Claudia Wrobel - Die Pflegekräfte an der Berliner Charité sind entschlossen, für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen.Trotzdem werden einige von ihnen ab dem heutigen Montag nicht mitstreiken, wenn ihre Kollegen in den unbefristeten Ausstand gehen. Nicht weil sie die Forderungen nach einer Mindestpersonalbesetzung nicht mittragen – in einer Urabstimmung sprachen sich Anfang des Monats mehr als 96 Prozent der bei ver.di organisierten Pflegekräfte an Europas größter Universitätsklinik für den Streik aus. Andererseits ist den Beschäftigten wichtig, die medizinischen Einrichtungen, die dort einmalig für die Region angeboten werden, aufrechtzuerhalten. Deshalb verzichten sie auf ihr Grundrecht zu streiken. »Wir wissen um unsere Fürsorgepflicht den Patienten gegenüber, aber genau diese Fürsorgepflicht lässt der Arbeitgeber uns gegenüber vermissen«, ärgerte sich Carsten Becker, Vorsitzender der ver.di-Betriebsgruppe. Doch rund ein Drittel der Betten wird ab Montag nicht belegt werden können. 20 Stationen werden komplett geschlossen bleiben, in anderen Bereichen wird es Einschränkungen geben. Mehr dazu (55 KB) – Ein Info von Ver.di dazu (1,2 MB)

 

29.05.2015 – WAZ - Dreck am OP-Besteck

Uniklinik missachtete jahrelang Hygiene-Gesetze - Verantwortliche wussten Bescheid

Essen (ots) - Ein Hygieneskandal am Uniklinikum Mannheim entwickelt sich zur bundesweit größten Affäre um verschmutzte OP-Bestecke. Einem internen Untersuchungsbericht zufolge missachtete die Mannheimer Klinik sieben Jahre lang Hygienegesetze und Infektionsschutzrichtlinien. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben) unter Berufung auf den Expertenbericht, der der Funke-Gruppe vorliegt.

Demnach wurden von 2007 bis 2014 offenbar Zehntausende von Patienten mit unsauberen Instrumenten operiert, weil die 1350-Betten-Klinik zur vorschriftsmäßigen sterilen Aufbereitung der OP-Bestecke nicht in der Lage war - weder technisch, noch organisatorisch, noch personell. Die ahnungslosen Betroffenen wären damit unüberschaubaren Infektionsrisiken ausgesetzt gewesen, schreibt die Funke-Mediengruppe. Mehr dazu (30 KB)

 

 

 

 

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