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Soziales und Sozialschmarotzer

Was hier im Lande und auch Global so abgeht an Massenverelendung, zum Nutzen einiger Damen und Herren, ist eigentlich schon Perversität in Perfektion. Diese Handvoll Multimilliardäre, die dabei sind sich die Erde noch weiter untertänig zu machen, können eigentlich persönlich gar nichts mit ihrem erbeuteten Reichtum anfangen. Außer eben, das schöne Gefühl zu erleben, Macht über andere zuhaben und dies so richtig auszukosten.

Sie beherrschen die Medien, die Regierungen und egal ob gewählt oder von außen eingesetzt, wie etwa in Afghanistan, dem Irak oder ... Vor allem beherrschen und bestimmen sie die kapitalistische Wirtschaftsordnung.

Derzeit leben ca. 7,1 Milliarden Menschen auf unserem Globus oder ausgeschrieben: 7.100.000.000, es ist aber so, dass  die ca. 100 Reichsten der Welt genauso vermögend sind, wie ca. 2.300.000.000 Menschen.

Also, kein Menschen ist in der Lage durch eigene Arbeit soviel zuverdienen, ich betone verdienen oder besser zu erarbeiten, dass er am Lebensende Multimillionär ist. Dazu bedarf es Menschen, die für einem arbeiten, denen man was von ihrem erarbeiteten abnimmt, dazu bedarf es die “Ellenbogen” zu gebrauchen, dazu bedarf es auch mal ein bisschen zu stehlen und sei es nur die Software anderer, wie etwa geschehen durch Microsoft in den Gründerjahren. Diese Klasse von Menschen sind für mich wahrlich Sozialschmarotzer, einschließlich der von ihnen bezahlten und für sie handelnden Politiker.

13.07.2016 – jw - Ausgekungelt

Ausgekungelt-kGericht stoppt Ministererlaubnis zur Übernahme von Kaiser’s Tengelmann

Von Simon Zeise - Das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf hat am Dienstag die »Ministererlaubnis« zur Übernahme von Kaiser’s Tengelmann durch Edeka außer Kraft gesetzt. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte am 17. März das Bundeskartellamt überstimmt und die Fusion der beiden Supermarktketten genehmigt.

Diese »erweise sich schon nach einer vorläufigen Prüfung im Eilverfahren als rechtswidrig«, erklärte das Gericht am Dienstag in einer Pressemitteilung. Demnach habe Gabriel »über die Erteilung der Erlaubnis nicht entscheiden dürfen, da sein Verhalten im Erlaubnisverfahren die Besorgnis seiner Befangenheit und fehlenden Neutralität begründe«. Gegen die Ministererlaubnis hatte unter anderem der Edeka-Konkurrent Rewe vor dem Düsseldorfer Gericht geklagt. Der Kölner Konzern stehe weiter bereit, Kaiser’s Tengelmann selbst zu übernehmen, meldete Reuters.

Die OLG-Richter übten in ihrer Entscheidung heftige Kritik am Vorgehen des Ministers. Gabriel habe in der entscheidenden Phase des Erlaubnisverfahrens »geheime Gespräche« mit Kaiser’s Tengelmann und Edeka geführt. Mehr dazu (38 KB)

 

10.05.2016 - derstandard.at - Fünf US-Hedgefondsmanager sackten 2015 Milliardenverdienst ein

Magazin: Chefs von Citadel und Renaissance führen Liste an

New York – Die zehn erfolgreichsten Hedgefonds-Manager der USA haben im vergangenen Jahr trotz der Turbulenzen an den Finanzmärkten zusammen mehr als 10 Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro) verdient. Das geht aus der jährlichen "Reichen-Liste" des US-Magazins "Alpha" hervor. Die Liste wird von den Chefs von Citadel und Renaissance Technologies, Kenneth Griffin und James Simons, angeführt. Sie kommen demnach auf einen Verdienst von jeweils 1,7 Mrd. Dollar. Mehr dazu (72 KB)

 

06.05.2016 – UZ - Die lieben Porsches

Ein Kommentar von Lucas Zeise

Den ganzen April über waren Fernsehen, Bild- und andere Zeitungen voll mit Fragen, Nachrichten und empörten Kommentaren über die Manager-Elite bei Volkswagen. Nur durch so erzeugten öffentlichen Druck konnten die Boni für die in der obersten Etage Beschäftigten auf 35 Mio. Euro begrenzt werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch ließ sich sogar dazu hinreißen, seine eigentlich vereinbarte Vergütung „freiwillig“ von 5,2 Mio. Euro auf nur 2,2 Mio. Euro zu senken. Und der wegen des Abgasskandals im Vorjahr entlassene Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn erhielt als Lohn für seine Bemühungen im vergangenen Jahr nach einem erzwungenen „Verzicht“ nur noch 7,3 Mio. Euro.

Der Autor dieses Kommentars schließt sich hiermit ausdrücklich der öffentlich dargestellten Empörung über die Gier dieser Manager an. Er befindet sich damit in allerbester Gesellschaft – zum Beispiel mit Wolfgang Schäuble, dem Bundesfinanzminister, der diese Manager sanft getadelt hat. Zu dieser guten Gesellschaft gehört auch ein anderer schon etwas älterer Herr namens Wolfgang Porsche, dem man nachsagt, er sei Anthroposoph. „Ich glaube, dass es ganz wichtig ist, dass man nicht nach Profiten giert, sondern dass man unter Menschen mit Menschen umgeht,“ so sprach der amtierende Anführer des Porsche-Clans. (FAZ, 19.3.2014) Mehr dazu (124 KB)

 

23.04.2016 - derstandard.at - Mögliches Schlecker-Verfahren wird "sehr umfangreich"

Moegliches Schlecker-Verfahren wird sehr umfangreich-kZeitung: Anklageschrift umfasst 270 Seiten

Berlin – Das von der Staatsanwaltschaft Stuttgart gewünschte Verfahren gegen den Gründer der Pleite gegangenen deutschen Drogeriemarktkette Schlecker dürfte aufwendig und langwierig werden. "Wir gehen davon aus, dass es zu einem sehr umfangreichen Verfahren kommt", sagte Staatsanwalt Jan Holzner der "Welt am Sonntag".

Die Anklageschrift umfasst laut Zeitung 270 Seiten; dem Landgericht Stuttgart liegen zudem 204 Aktenordner an Ermittlungsakten vor. Dazu käme ein Dutzend Bände mit Beweismitteln. Mehr dazu (240 KB)

 

07.04.2016 – jw - Nebelbomben auf Panama

Nebelbomben auf Panama-kNachdem Enthüllungsjournalisten Briefkastenfirmen gefunden haben, entdeckt ein deutscher Minister »die dunkle Seite des Kapitals«. Konsequenzen: keine

Von Christian Selz - Es muss mal wieder hektisch mit den Flügeln geflattert werden. Die »Panama Papers« haben den globalen Hühnerstall der herrschenden Klasse aufgescheucht – zumindest mit Ausnahme der Crème de la Crème des US-Kapitals, die die Recherche bezahlt hat. Auf letztere Nebensächlichkeit wies das Medienportal Meedia am Dienstag nachmittag hin. »Womöglich«, so wurde dort kühn vermutet, sei das maßgeblich an den Enthüllungen beteiligte Netzwerk »International Consortium of Investigative Journalists« (ICIJ) »nicht ganz frei von Einflüssen«, weil es doch dem früheren britischen Diplomaten Craig Murray zufolge »vollständig vom US-amerikanischen Center for Public Integrity finanziert und organisiert« werde. Und dieses Center wiederum bezieht altruistische Zuwendungen von Demokratieförderern wie der Ford Foundation, dem Rockefeller Family Fund oder George Soros’ Open Society Foundations. Doch derart ketzerische Verschwörungstheorien taugen nicht für ein breites Publikum. Das will offiziöser benebelt werden. Die OECD liefert da massenkompatible Allgemeinplätze. Mehr dazu (42 KB)

 

19.02.2016 – jw - Nur die Kohle zählt

Nur die Kohle zaehlt-kNicolas Sarkozy ist finanziell wohlgebettet

Von Hansgeorg Hermann, Paris - Dass Nicolas Sarkozy wieder einmal wegen »Geldgeschichten« die Aufmerksamkeit der Justizbehörden auf sich gezogen hat, wundert in Frankreich niemanden. Journalisten, Psychologen, Philosophen, Analytiker, nicht zuletzt auch Staatsanwälte und Richter haben sich, oft gezwungenermaßen, mit dem Seelenleben des energiegeladenen Brachialpolitikers beschäftigt. Alle bescheinigen dem kleinen Advokaten mit dem unstillbaren Durst nach Macht und Reichtum ein geradezu pathologisches Verhältnis zur »Kohle« – zum »Fric«, wie die Franzosen den wirksamsten aller politischen Schmierstoffe nennen.

In einem 2013 veröffentlichten Dossier über das Finanzgebaren dieser Karikatur eines Staatenlenkers zitierte das Pariser Nachrichtenmagazin Le Nouvel Observateur Vertraute Sarkozys, die er schon 2008, ein Jahr nach seinem Amtsantritt, wissen ließ, dass sein »Job« im Élysée ein vorübergehender sei, eine lästige, aber notwendige Phase auf dem Weg ins wirkliche Leben: »Im Moment gebe ich den Präsidenten, aber eines Tages werde ich reich sein, denn nur die Kohle zählt.« Ein einziges Mandat habe er im Sinn, nicht mehr. Dass er 2012 dennoch für eine zweite Amtszeit kandidierte, schuldete seine Partei UMP der Justiz – Sarkozy wollte als Präsident vor Strafverfolgung geschützt bleiben. Dass er die Wahl gegen den Sozialisten François Hollande verlor, war nicht eingeplant, führte ihn aber endlich jenen Kreisen zu, in denen für echte Jobs auch echtes Geld bezahlt wird. Mehr dazu (40 KB)

 

16.02.2016 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - An der Seite der Macht

Macht wird im Kapitalismus nicht gewählt, sondern vererbt. Das gilt auch für die geballte Medienmacht von Bertelsmann, Europas größtem und einflußreichsten Medienkonzern. Dessen absolute Herrscherin ist spätestens seit 2009, als ihr Mann Reinhard Mohn das Zeitliche segnete, Liz Mohn, der Premier Xavier Bettel am Montag in Berlin das Komturkreuz im Orden der Eichenlaubkrone des Großherzogtums Luxemburg verlieh.

Das geschah einer Mitteilung des Pressedienstes der Regierung zufolge »aufgrund besonderer Verdienste um die Weiterführung und Vertiefung der Beziehungen zwischen dem Staat Luxemburg und der Bertelsmann-Gruppe, die besonders durch die in Luxemburg gegründete RTL Group verkörpert werden«. Die mit 53 TV- und 28 Radiostationen größte Werbesenderkette Europas wird nämlich genauso von Bertelsmann kontrolliert, wie der Zeitschriftenriese Gruner+Jahr (»Stern«, »Capital«, »Geo«, »Brigitte« und ca. 100 weitere Titel plus eine 25-prozentige Beteiligung am »Spiegel«) und der weltgrößte Buchverlag Random House. Mehr dazu (96 KB)

 

22.01.2016 – UZ - Fette Zeiten

Fette Zeiten-k62 Reiche kontrollieren die halbe Welt – Milliarden Menschen leben im Elend

Wochenlang beschallten uns die Medien mit Erfolgsmeldungen, dass die Zahl der Armen weltweit sinke und dass im Jahr 2000 von der UNO ausgerufene „Millenniumsziel“, die Armut in der Welt bis 2030 zu besiegen, in greifbare Nähe gerückt sei. Wer die Statistik bestellt, der bestimmt ihre Aussage, und so durften wir nicht erfahren, dass der relative Rückgang extremer Armut in erster Linie auf den nachhaltigen Anstrengungen Chinas und einiger lateinamerikanischer Länder beruht – also Staaten mit differenzierter, aber im Kern sozialistischer Orientierung. Und dann wurde das Thema wieder diskret begraben.

Mit einem Paukenschlag hat die Hilfsorganisation Oxfam jetzt die Diskussion neu befeuert. Die Aussage, dass 62 Personen ebensoviel Vermögen besitzen wie die ärmsten 3,6 Milliarden der Menschheit ist so konkret, dass sie viele zusammenzucken lässt. Es ist eine überschaubare Zahl, die 62 würden gut in einen Omnibus passen. Die Bauchredner des Kapitalismus werden jetzt sagen, dass die Reichsten zwar den größten Nutzen aus dem Wachstum des Reichtums ziehen, dass aber die Welt insgesamt reicher werde, was schließlich allen nütze. Doch das ist nicht wahr: Vor fünf Jahren waren es noch 388 Superreiche, deren Vermögen das der Hälfte der Menschheit erreichte, und seither ist die Zahl der Ärmsten noch um 400 Millionen gewachsen. Mehr dazu (790 KB)

 

12.01.2016 – jw - Bourbonin vor Gericht

Bourbonin vor Gericht-kIm ersten Prozess gegen ein Mitglied der spanischen Königsfamilie hat sich am Montag Cristina de Borbón (3. v. l.) vor einem Gericht in Palma de Mallorca verantworten müssen. Der Schwester des spanischen Königs Felipe wird Beihilfe zum Steuerbetrug vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft forderte die Zahlung von Schadenersatz. Die Adelige soll Gelder aus illegalen Geschäften ihres Ehemanns, Iñaki Urdangarin, nicht deklariert haben. Dieser und 16 Angeklagte müssen sich wegen Finanzbetrugs verantworten. Die Klage hatte die Antikorruptionsgruppe »Manos Limpias« (Saubere Hände) eingereicht. (AFP/jW) Der Artikel in PDF (26 KB)

 

11.11.2015 – jw - Bild-Opfer des Tages: Franz Beckenbauer

Bild-Opfer des Tages-kWM weiterhin im Sklavenstaat Katar? Zusammenbruch der FIFA? Wolfgang Niersbachs Rücktritt als DFB-Chef? Dönekes. Die Nachricht des Jahres lautet: Bild lässt Beckenbauer fallen. Die Lichtgestalt, der Kaiser, der »Franz«, wie er dort immer genannt wurde, weil sein Nachname für eine Bild-Schlagzeile viel zu lang ist. Schluss, aus, vorbei.

Auf Bild.de weint Alfred Draxler, Sport-Bild-Boss: »Ich hätte es mir nie vorstellen können. Ich habe immer daran geglaubt, dass wir die WM 2006 auf saubere Art bekommen haben«, schnüff, schluck, jammer. »Heute früh musste ich aber bei bild.de berichten, dass beim DFB ein Vertragsentwurf aufgetaucht ist, der möglicherweise als Bestechungs-Versuch benutzt werden sollte.« Nein, oh nein, oh nein! »Unterschrieben hat dieses Papier mein langjähriger Freund FRANZ BECKENBAUER!!« Ahhhh – Ohnmacht und Abgang. Mehr dazu (36 KB)

 

30.10.2015 – jw - Revolutionen in spe

Konzerndeutschland feiert sich

Von Klaus Fischer - Aufschwung ohne Ende? Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland sei erstmals unter die Marke von 2,7 Millionen gesunken jubelte am Donnerstag das Onlineportal der FAZ (faz.net) und fügte hinzu: »Wann kommt die Vollbeschäftigung?«

Die gefühlte Konjunktur in Konzerndeutschland ist bestens, die Lage der realen Gelderntekolonnen (Aktionäre, Spitzenmanager, Fiskus) auch. Und die Arbeiterklasse? Die hat Jobs, auch wenn ein immer größerer Teil davon »prekär« ist. Macht nichts, »sozial ist, was Arbeit schafft«, hatten uns die »Metall-Arbeitgeber« vor Jahren eingetrichtert. Der neue Arbeitslosen- und Flüchtlingskommissar Frank-Jürgen Weise kann sicher ein Loblied davon singen. Mehr dazu (38 KB)

 

24.10.2015 – jw - Die Welt im Würgegriff

Die Welt im Wuergegriff-kCredit Suisse: Einem Prozent gehört die Hälfte aller positiven Vermögenswerte. Zugleich ist man mit zehn Dollar im Plus reicher als ein Viertel aller US-Amerikaner

Von Rainer Rupp - Vergangene Woche hatte die Schweizer Großbank Credit Suisse (CS) ihren jährlichen »Globalen Reichtumsbericht« veröffentlicht. Wie zu erwarten, hat sich der ohnehin bereits höchst ungleich auf der Welt verteilte Mammon in immer weniger Händen konzentriert. Die Geschwindigkeit, mit der diese Konzentration während der globalen Wirtschafts- und Finanzkrise zugenommen hat, verblüfft selbst Reporter der bürgerlichen Medien. Die große Schlagzeile, wonach »ein Prozent« der Bevölkerung inzwischen bereits 50 Prozent des gesamten Reichtums in Besitz genommen habe (auf Kosten der großen, ausgebeuteten Mehrheit), ging um die Welt. Aber die Aufmerksamkeit der Medien verflog rasch, obwohl das von dem Schweizer Geldhaus zusammengetragene Datenmaterial interessante, aber für das Bürgertum auch peinliche Erkenntnisse bereithält.

Die CS ist kein Wohltätigkeitsverein, sondern ein profitorientierter Finanzkonzern der obersten Liga. Man kann ihr nicht unterstellen, mit der Studie Stimmung für eine gerechtere Verteilung machen zu wollen. Dennoch überrascht die von den Medien »übersehene« Feststellung nicht: In den Vereinigten Staaten und in der EU gibt es viel mehr arme Menschen, als in China, sowohl hinsichtlich des Anteils an der Weltbevölkerung, aber auch in absoluten Zahlen. Das belegt eine Grafik aus dem CS-Bericht mit der Überschrift »Regionale Zusammensetzung der globalen Reichtumsverteilung«. Demnach leben zehn Prozent der ärmsten Menschen der Welt in den USA und Kanada und 20 Prozent in der EU. Mehr dazu (42 KB)

 

23.10.2015 – UZ - Piech/Porsche und der Abgasskandal

Ein Kommentar von Anne Rieger - Die Familien Piech/Porsche besitzen 65 Md. Euro Vermögen. Damit sind sie die reichsten Österreicher, weit vor dem Zweitreichsten, Dietrich Mateschitz (Red Bull) mit „nur“ 7,6 Mrd. Euro. Große Teile dieses Vermögens mussten die ca. 592 000 Beschäftigten des VW Konzerns in 119 Fertigungsstätten auf vier Kontinenten erschuften. Die Familien besitzen knapp über 50 Prozent der Stammaktien über die Porsche Automobil Holding SE, eine klitzekleine Firma, die die Macht hat, den Willen der Familien im VW-Konzern durchzusetzen. Wohl deswegen war Martin Winterkorn auch Vorstandsvorsitzender dieser Holding. Winterkorn wurde jährlich mit ca. 16 Millionen Euro belohnt, dafür, dass er dazu beitrug, dass die reichste Familie Österreichs Piech/Porsche ihr Privatvermögen steigerte und steigerte. Dass die Manipulation von Abgasmessungen an elf Millionen Dieselfahrzeugen dazu beitrug – nur eine Vermutung! Sicher ist, dass die Gesundheit von Millionen Menschen dauerhaft darunter leidet. Mehr dazu (110 KB)

 

13.10.2015 – fr-online.de - Mehr Geld bedeutet mehr Freiheit

Mehr Geld bedeutet mehr Freiheit-kVon Daniel Baumann - Wer große Vermögen hat, kann sich in unserer Gesellschaft nicht nur Luxusgüter, sondern Einfluss kaufen. Die Freiheit der Wohlhabenden wird durch die Konzentration des Reichtums immer größer, jene der Armen immer kleiner.

Urlaub auf der eigenen Yacht in der Karibik, eine Reise ins Weltall, exklusive Häuser in den besten Lagen – wer viel Geld hat, kann sich viele Annehmlichkeiten leisten. Er hat die Freiheit, sich zu kaufen, worauf er gerade Lust hat. Doch meist geht es bei den Besitzern der ganz großen Vermögen um mehr als Annehmlichkeiten: Sie kaufen mit ihrem Geld Unternehmen, gründen Stiftungen, unterstützen Parteien. So beeinflussen sie die Zukunft von Menschen, Unternehmen und ganzen Regionen.

Auch wenn sich das schwer messen lässt, aber der Einflussbereich der Reichen dürfte zuletzt größer geworden sein. Begünstigt wurde das durch zwei Trends: Einerseits sind die großen Vermögen in den vergangenen Jahren gewachsen. Andererseits wurden immer mehr gesellschaftliche Bereiche dem Kapital zugänglich gemacht und werden nun von den Kapitalbesitzern gesteuert. In Deutschland zum Beispiel durch die Privatisierung der Post, der Telekom und der Energieversorgung. Mehr dazu (122 KB)

 

10.09.2015 – jw - Luxusproblem des Tages: Susanne Klatten

Luxusproblem des Tages-kFrau Klatten klingt schwer verzweifelt. Wo nur hin mit der ganzen Kohle? Kein Gigolo lässt sich mehr mit ihr ein, dem ließe sich mal ein Milliönchen zustecken. Und so klagt sie im aktuellen Stern ihr Leid. Was von den Machern des Hamburger Revolverblatts natürlich wie Weihnachten und Ostern gleichzeitig gefeiert wird. Das sind schon echte Teufelskerle, die öffentlichkeitsscheueste Frau der Republik zu knacken! Wahnsinn! Lagern da etwa kompromittierende Videos der Oligarchin in Stern-Schubladen? Bestimmt nicht. Obwohl, die Sache mit den Hitler-Kladden hätte ja auch keiner für möglich gehalten.

Im Gespräch mit Susanne Klatten dreht sich jedenfalls alles um schnöden Mammon. Laut Forbes hat sie etwa 17 Milliarden auf der hohen Kante, ganz genau weiß das wohl niemand. Die Summe ist ziemlich dürftig – Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann und ihr Sohn Georg (Continental-Hauptaktionäre) kommen zusammen auf 30 Milliarden. Entsprechend bescheiden gibt sich die BMW-Großaktionärin: »Wenn man Mittel in dieser Höhe hat, muss man sich auch darum kümmern. Das ist ja nichts, was man ausgeben kann«. Mehr dazu (34 KB)

 

10.09.2015 – jw - Am Status quo nicht rütteln

Am Status quo nicht ruetteln-kStolze 3,1 Billionen Euro werden in den kommenden Jahren in der BRD vererbt. Viel davon wird jedoch von Millionären an ihre Kinder weitergereicht

Von Johannes Supe - Wäre die Bundesrepublik eine Nation des Durchschnitts, könnte jeder Mensch in ihr prächtig leben. Das Geldvermögen der Bundesbürger hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren mehr als verdoppelt (+126 Prozent). Nimmt man Sachwerte wie Autos und überdies Immobilien hinzu, haben die Deutschen elf Billionen Euro – 1.000 Milliarden sind eine Billion – an Vermögen zusammengerafft. Viel davon wird in den kommenden zehn Jahren in Form von Erbschaften weitergereicht. Ganze 3,1 Billionen werden bis 2024 durch Todesfälle den Besitzer wechseln. Im Schnitt werden pro Erbfall dann 363.000 Euro vermacht.

Nun glauben Sie nicht, dass Ihre Familie überhaupt so viel Tafelsilber besitzt? Vermutlich haben Sie damit Recht. Denn Vermögen wie Erbschaften sind in der Bundesrepublik außerordentlich ungleich verteilt. Den Durchschnitt erreicht nur eine Minderheit der hier Lebenden. Mehr dazu (44 KB)

 

04.09.2015 – fr-online.de - Vermögensverteilung: Reicher als superreich

Von Stefan Sauer - Das Vermögen in Deutschland ist noch viel stärker auf einen kleinen Bevölkerungsteil konzentriert als bisher angenommen.

Das Vermögen in Deutschland ist noch sehr viel stärker auf einen sehr kleinen Bevölkerungsteil konzentriert als bisher angenommen. Nach neuen Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) besitzt alleine das reichste Tausendstel der Bevölkerung 17 Prozent des Gesamtvermögens. Die reichsten zehn Prozent nehmen für sich fast zwei Drittel (64 Prozent) des Gesamtvermögens in Anspruch. Der Reichtum ist damit hierzulande ungleicher verteilt als in Frankreich, Spanien oder Griechenland.

Die Berechnung der Vermögensverteilung in Deutschland ist ein ausgesprochen schwieriges Unterfangen, da keine verlässlichen statistischen Daten vorliegen. Üblicherweise basierten die Kalkulationen der Forscher bisher auf Daten der Europäischen Zentralbank. Die zentrale Schwäche deren Herangehensweise ist aber, dass ihre Erhebung auf einer Haushaltsbefragung beruht, die Teilnahme ist freiwillig. Da es sich bei den Superreichen um eine sehr kleine Bevölkerungsgruppe handelt, ist sie mit großer Wahrscheinlichkeit in der Befragung unterrepräsentiert. Zudem ist die Neigung besonders wohlhabender Personen, über ihre Vermögensverhältnisse Auskunft zu geben, geringer als im Durchschnitt der Bevölkerung. Mehr dazu (54 KB)

 

21.08.2015 - derstandard.at - "Spiegel": Franz Joseph Strauß kassierte Schmiergelder

Magazin beruft sich auf bei Recherche entdeckte unbekannte Akten

Hamburg – Der legendäre wie umstrittene deutsche Politiker Franz Josef Strauß soll Schmiergelder kassiert haben. Das schreibt "Spiegel Online" am Freitag. Demnach habe sich der 1988 verstorbene ehemalige Verteidigungs- und Finanzminister sowie zuletzt Ministerpräsident von Bayern jahrelang mittels einer Briefkastenfirma von Unternehmern schmieren lassen.

Dies belegen laut "Spiegel Online" bisher unbekannte Akten des Eureco Büro für Wirtschaftsberatung GmbH und Co. KG, die der Politikwissenschaftler Peter Siebenmorgen bei Recherchen für seine Strauß-Biografie (Siedler Verlag) gefunden habe. Mehr dazu (48 KB)

 

08.08.2015 – jw - Bescheidene Milliardärin des Tages: Johanna Quandt

Bescheidene Milliardaerin des Tages Johanna Quandt-kPreisfrage: Welches Attribut fällt dem FAZ-Hagiographen ein, wenn die Matriarchin des reichsten deutschen Clans das Zeitliche segnet? Am Montag starb Johanna Quandt, BMW-Großaktionärin, nachdem sie 89 Jahre lang »bescheiden ihre Ziele verfolgte«. 31 Milliarden Euro soll ihre Sippe besitzen, mehr als das Bruttoinlandsprodukt etlicher afrikanischer Staaten. »Bescheidenheit«, zumindest bei Löhnen und Steuern, dürfte zu den Geberqualitäten gehören, die einem das ermöglichen. 815 Millionen Euro Dividende erhielt sie 2014. »Der Begriff ›Milliardärin‹ dürfte für sie selbst etwas Abstraktes geblieben sein.« Kein Wunder, bei so vielen Nullen.

Für die FAZ begann mit der BMW-Sanierung 1959 »eine der spektakulärsten Erfolgsgeschichten der deutschen Wirtschaftsgeschichte«. Stunde Null also. Ahnherr Günther Quandt scheffelte zwar schon im Ersten Weltkrieg ein Vermögen und stieg im Nazireich zum »Wehrwirtschaftsführer« auf, sein Konzern profitierte von Aufrüstung und »Arisierung« enorm, aber egal. Deutschland, ein Nachkriegsmärchen. Mehr dazu (35 KB)

 

06.08.2015 – handelsblatt.com - Banken verdienen in Steueroasen verdächtig viel

Steueroasen-kVon Yasmin Osman - In Oasen sprudelt das Wasser, in Steueroasen der Gewinn. Eine neue Studie der Grünen im EU-Parlament stützt den Eindruck: Auch Banken profitieren. Ganz vorn dabei ist eine alte Bekannte.

Frankfurt - Die fragwürdigen Steuerpraktiken Luxemburgs haben das Thema Steueroptimierung in Europa wieder auf die politische Agenda gebracht. Nun haben die Grünen im Europaparlament eine Studie veröffentlicht, die den Verdacht nährt, dass auch Banken Gewinne bewusst in Steueroasen wie Luxemburg oder Irland anfallen lassen. Erstellt hatte die Studie Tax Research UK. Der Untersuchung zufolge fallen bei europäischen Banken in einigen Steueroasen auffällig hohe Gewinne an, die auch genau dort versteuert wurden. Mehr dazu (850 KB)

 

27.07.2015 – jw - Scheichalarm des Tages: Salman macht Urlaub

Scheichalarm des Tages-kLeben wie Gott in Frankreich? Die letzte, die sich dem voller Wollust und ganz und gar ohne schlechtes Gewissen hingab, war Marie Antoinette, und sie wurde dafür 1793 unter die Guillotine gelegt. Heute ist der Feudalismus zurück. König Salman von Saudi-Arabien wurde am Wochenende mit einem Tross von rund 1.000 Menschen in Cannes erwartet. Ihre Majestät wollen dort einen dreiwöchigen Urlaub zelebrieren. In Cannes und Umgebung wurden 450 Zimmer in Luxushotels reserviert. Der 79jährige König selbst wohnt standesgemäß in seinem eigenen Anwesen an der Côte d’Azur, das von der Herrscherfamilie bereits 1979 erworben wurde und sich einen Kilometer an der Mittelmeerküste entlang zieht. Mehr dazu (30 KB)

 

24.07.2015 – jw - Nichts ist sicher

Achtstundentag in Frage gestellt

Von Daniel Behruzi - Solange der Kapitalismus fortbesteht, ist keine Errungenschaft der Arbeiterbewegung sicher. Diese historische Erkenntnis bestätigt sich aktuell wieder: In einem Positionspapier fordert die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) die Abschaffung des Achtstundentags. »Um mehr Spielräume zu schaffen und betriebliche Notwendigkeiten abzubilden«, solle das Arbeitszeitgesetz geändert werden, heißt es in dem Text, aus dem am Donnerstag mehrere Medien zitierten. Die tägliche solle durch eine wöchentliche Höchstarbeitszeit ersetzt werden.

Schon im 19. Jahrhundert gehörte der Achtstundentag zu den Kernforderungen der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Erkämpft wurde er schließlich in der deutschen Revolution von 1918, als die Rätebewegung die bürgerliche Herrschaft grundsätzlich in Frage stellte. Knapp 100 Jahre später soll die Höchstgrenze bei der täglichen Arbeitszeit wieder fallen. Gefordert haben Kapitalvertreter das in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder, zuletzt im Jahr 2003. Doch selbst die Schröder-Regierung ließ lieber die Finger davon. Mehr dazu (38 KB)

 

23.07.2015 – jw - Reich durch Geburt

Reich durch Geburt-kStudie: Ballung der Vermögen in Deutschland nimmt zu. Immer häufiger sind sie ererbt. Ökonom warnt vor wachsenden sozialen Spannungen

Von Susan Bonath - Im neoliberalen Politjargon ist »Leistungsgerechtigkeit« ein geflügeltes Wort. Doch längst könne dieser Begriff nicht mehr als »Legitimation für materielle Unterschiede zwischen Personen und Bevölkerungsgruppen« herangezogen werden. Denn vor allem die leistungslosen Einkommen Superreicher wachsen. Das konstatierte Sebastian Leitner in einer Studie für die Friedrich-Ebert-Stiftung, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Leitner ist Ökonom am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche.

Um die Vermögensunterschiede darzustellen, führte er eine 2010 durch die Nationalbanken aller Euroländer durchgeführte Befragung namens »Household Finance and Consumption Survey« (HFCS) an. Basierend auf daraus gewonnenen Daten habe die Ungleichheit der Nettovermögen in Deutschland vor fünf Jahren bei einem Wert von 0,758, gemessen am sogenannten Gini-Koeffizienten, gelegen. Diese Maßzahl deklariert den Wert null für vollkommene Gleichverteilung, bei einem Wert von eins besäße ein einziger Haushalt das gesamte Vermögen eines Landes. In der Eurozone war die Verteilung zu diesem Zeitpunkt danach nur in Österreich (0,762) ungerechter. Mehr dazu (42 KB)

 

11.07.2015 – jw - Zielgruppe: Die 10.000 reichsten Deutschen

»Wenn Sie weniger als fünf Millionen Euro anlegen wollen, dann gehen Sie doch zu Ihrer Sparkasse um die Ecke.« So hatte der 2005 verstorbene frühere Chef Alfred von Oppenheim die Klientel der Bank beschrieben. Sein Nachfolger Graf von Krockow legte nach: »Unsere Zielgruppe sind die 10.000 reichsten Deutschen, die über 50 Prozent des gesamten Vermögens der deutschen Bevölkerung verfügen.« Er sagte das, als Kanzler Gerhard Schröder den Finanzminister Oskar Lafontaine aus der Regierung geworfen und die Steuern für Unternehmensgewinne und Großverdiener herabgesetzt hatte. Damals hatte die Bank 7.000 Kunden der High Society, so die Quelle-Erbin Madeleine Schickedanz, den Schaeffler-Clan, die Familie Riegel (Haribo), den Verleger Neven DuMont (Kölner Stadt-Anzeiger), den Schuhhändler Deichmann, die Oetkers, Haniels und ihresgleichen, auch das Erzbistum Köln und den glitschigen Spaßmacher Harald Schmidt. In Städten, wo weitere 1.000 potentielle High-Net-Worth Individuals – Kunden mit flüssigem Anlagevermögen ab zehn Millionen – ausgemacht wurden, gründete die Bank neue Filialen, so in Hamburg, München, Wien, Hongkong, Prag und Lugano. In Genf und Zürich hatte man schon traditionell empfangsbereite Niederlassungen. Die scheuen Oberschichtrehe wurden von livrierten Bediensteten nach Terminvereinbarung in diskrete Beratungsbüros geleitet. Briefkastenfirmen in Luxemburg und Panama gehörten zum Angebot. Mehr dazu (36 KB)

 

03.07.2015 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - IWF-Chefin zahlt keine Steuern

IWF-Chefin zahlt keine Steuern-kEs ist eine aktuelle Version der alten Geschichte vom Wasser predigen und Wein trinken: Christine Lagarde, Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), hatte der griechischen Regierung »empfohlen«, endlich dafür zu sorgen, daß »die Griechen« ihre Steuern zahlen, wie die britische Zeitung »The Guardian« berichtet – wobei sie nicht unbedingt die Reeder und die anderen Superreichen im Blick hatte... Nun weisen Aktivisten im Internet und einige Medien darauf hin, daß Madame selbst für ihr bescheidenes Salär von rund 37.000 Euro im Monat gar keine Steuern bezahlt.

»Ich finde, sie sollten sich alle zusammen selber helfen, indem sie ihre Steuern zahlen«, hatte Lagarde im Interview mit »The Guardian« gesagt. Griechische Eltern müßten Verantwortung für ihre Kinder übernehmen, indem sie ihre Steuern beglichen. Es sei die Aufgabe des IWF und demzufolge auch ihre Aufgabe, »die Wahrheit zu sagen« und den Ländern harte Konditionen aufzuerlegen.

551.700 Dollar steuerfrei - Mehr dazu (330 KB)

 

20.05.2015 – jw - Fachkräftemangel des Tages: Henker

Fachkraeftemangel des Tages - Henker-kDie saudi-arabische Prinzengarde hält sich gern in den Bordellen von Beirut, in den Bars von Dubai oder auf Jachten vor St. Tropez auf. Da ist es wichtig, im eigenen Land nicht lockeren Lebenswandel zuzulassen. Genauer: Abweichlern vom Pfad der Scharia-Treu- und Redlichkeit schnell ein kühles Grab zu verschaffen. So entwickelt die versiffte Herrscherclique den Schnaps- und Drogenhandel ebenso wie den angeblich mit Islam begründeten Terror erfolgreich im Ausland und fördert zu Hause das Kopf- und Handabhackgewerbe. Bei Angela Merkel (CDU) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) gilt die Bande aus dem Wüstenstaat, die für die USA seit über 75 Jahren eine Öltankstelle betreibt, daher als »Stabilitätsfaktor« in der Region, weswegen Richtung arabische Halbinsel reichlich deutsches Schießgerät exportiert wird. Das bewährt sich in diesen Tagen beim Abschlachten von jemenitischen Staatsbürgern. Das öffentliche Köpfen in saudi-arabischen Städten findet dagegen auf traditionelle Weise mit dem Schwert statt. Hand-ab gibt es auch nur in Handarbeit. Mehr dazu (30 KB)

 

20.03.2015 – jw - Reinwascher des Tages: Greenpeace

Reinwascher des Tages - Greenpeace-kVon Claudia Wrobel - Ein Lob von Greenpeace – das klingt wie der feuchte Traum eines kapitalistischen Unternehmens: reingewaschen von einer Nichtregierungsorganisation, noch dazu einer, die sich für die Umwelt einsetzt und damit moralisch unfehlbar ist. Wahr geworden ist dies am Donnerstag für einige Bekleidungshersteller, weil sie »sauber« produzieren. Greenpeace bezeichnet unter anderem Primark, H&M und Adidas als Trendsetter, weil sie sich verpflichtet haben, auf den Einsatz umweltschädlicher Chemikalien zu verzichten, und den Produktionsprozess dahingehend öffentlich machen. Die Krux findet sich wortwörtlich im Kleingedruckten der Aktion: »Während die Textilfirmen daran arbeiten, giftige Chemikalien aus ihren Produktionsprozessen zu verbannen, muss jede einzelne Firma zudem dringend die sozialen Rahmenbedingungen verbessern, unter denen Arbeiter und lokale Gemeinden leiden.« Mehr dazu (36 KB)

 

28.02.2015 - Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek - Steuerhinterziehung, Steuervermeidung und Umverteilung

Für viel Wirbel im Blätterwand sorgt gegenwärtig die Meldung, es bestehe der Verdacht, dass die Luxemburger Tochter der deutschen Commerzbank – die zweitgrößte Großbank jenseits der Mosel – mehreren tausend Klienten dabei geholfen habe, ihr Vermögen in Briefkastenfirmen in Übersee zu verstecken. Das nennt man Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Dies ist nun wirklich alles andere als eine Sensation, denn erstens erfolgten diese Geldgeschäfte vor zehn oder mehr Jahren, und zweitens ist es ein offenes Geheimnis, dass das Geschäftsmodell eines großen Teils des Luxemburger Finanzplatzes darin bestand und noch immer darin besteht, Großkonzernen und reichen Familien das erforderliche Know-how zu liefern, um möglichst wenig oder keine Steuern auf ihre Profite und zusammengerafften Reichtümer zu bezahlen, unabhängig davon, aus welchem Land sie stammen. Mehr dazu (92 KB)

 

19.01.2015 – süddeutsche.de - Oxfam-Vorschau für 2016: Ein Prozent hat mehr als der Rest der Welt

Ein Prozent hat mehr als der Rest der Welt-kDas reichste Prozent der Weltbevölkerung wird einem Oxfam-Bericht zufolge bald mehr als die Hälfte des weltweiten Vermögens besitzen.

Die britische Aktivistengruppe warnt vor der "schockierend schnell" wachsenden sozialen Ungleichheit.

Zwei Tage vor Beginn des Weltwirtschaftsforums in Davos fordert Oxfam von den Staaten, der Entwicklung gegenzusteuern.

Wie das weltweite Vermögen verteilt ist

Ein Prozent der Weltbevölkerung wird 2016 mehr Vermögen angehäuft haben, als die restlichen 99 Prozent zusammen. "Die soziale Ungleichheit wächst schockierend schnell", heißt es in einem Bericht der britischen Aktivistengruppe Oxfam zur Vermögensverteilung auf der Welt (PDF).

Demnach gehörten 2009 noch 44 Prozent des Wohlstands einem Prozent der Weltbevölkerung. Vergangenes Jahr lag der Anteil bereits bei 48 Prozent. 2016 wird dieses eine Prozent reicher Menschen wohl 50 Prozent des weltweiten Vermögens besitzen - die andere Hälfte verteilt sich widerum sehr ungleich auf die restlichen 99 Prozent. Mehr dazu (40 KB) – Der Oxfam-Bericht (englisch) (876 KB)

 

10.12.2014 – handelsblatt - Ex-Arcandor-Chef Middelhoff - Neuer Ärger für „Big T“

Neuer Aerger fuer Big T-kVon Lisa Hegemann - Gerade erst wurde Thomas Middelhoff zu drei Jahren Haft verurteilt, nun muss der Ex-Manager erneut vor Gericht – in einem zivilen Revisionsverfahren. Es geht um Millionen. Und Middelhoff hat viel zu verlieren.

DüsseldorfVon Essen nach Hamm, vom Straf- zum Zivilrecht: Nur wenige Wochen nach seiner Verurteilung vor dem Essener Strafgericht muss sich Thomas Middelhoff nun in einem Revisionsverfahren verantworten. Wie am Mittwoch bekannt wurde, rollt das Oberlandesgericht Hamm den Zivilstreit des Ex-Topmanagers mit dem Arcandor-Insolvenzverwalter wieder auf. Thema sind erneut die Flugkosten Middelhoffs. Der achte Zivilsenat will den „dienstliche[n] Charakter“ der auf Firmenkosten abgerechneten Flüge des Ex-Arcandor-Chefs klären.

Bei dem Revisionsverfahren geht es nicht um den Strafprozess in Essen, der im November mit einer Verurteilung Middelhoffs zu einer Gefängnisstrafe endete, sondern um eine Zivilklage des Arcandor-Insolvenzverwalters. Dieser fordert die Rückzahlung ungerechtfertigter Boni und Privatflüge auf Firmenkosten von Middelhoff. In erster Instanz vor dem Essener Landgericht hatte der Senat „Big T“ zu einer Zahlung von 3,4 Millionen Euro verurteilt. Als einen Grund nannte das Gericht – ähnlich wie später die Strafkammer –, dass es bei mehreren Charterflügen Middelhoffs „keinen dienstlichen Anlass“ gegeben habe. Mehr dazu (520 KB)

 

27.11.2014 – Baz.ch - Middelhoff in U-Haft: Das neue harte Leben des Ex-Karstadt-Chefs

Das neue harte Leben des Ex-Karstadt-Chefs-kVon Harald Schumacher - Seit dem 14. November ist das Leben von Thomas Middelhoff ein anderes. Denn die U-Haft ist nicht dasselbe wie eine Strafhaft und jede Minute ist bestimmt. Wie der Alltag des früheren Spitzenmanagers in der JVA aussieht.

Um wieviel Uhr der berühmte Thomas Middelhoff frühstückt, was er mittags isst, wohin er geht, mit wem er spricht, wann er duscht, zu welcher Tageszeit er einen Spaziergang macht (und vor allem: wo!) – das und sehr vieles mehr bestimmt seit dem 14. November nicht mehr der berühmte Thomas Middelhoff selber, sondern der völlig unbekannte Alfred Doliwa.

Ein Mann wie Doliwa rangierte in der Werteskala des abgestürzten Management-Stars bisher weit unten. Ein Beamter des Landes Nordrhein-Westfalen, stellvertretender Leiter der JVA Essen – im bisherigen Kosmos des Bertelsmann- und Arcandor-Ex-Chefs Middelhoff vermutlich keine relevante Größe. Nun leitet Doliwa – weil in der JVA Essen die Stelle des Anstaltsleiters derzeit vakant ist – die JVA im netten Stadtteil Essen-Rüttenscheid und bestimmt über jede unfreie Minute im Leben des aktuell prominentesten Untersuchungshäftlings Deutschlands. Angeblich wird Middelhoffs Einzelzelle Tag und Nacht alle 15 Minuten überprüft – weil Doliwa offenbar Sorge hat, der Manager könnte sich unter seiner Obhut etwas antun. Mehr dazu (724 KB)

 

 

 

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